Warmlaufen für Aalens erstes Elektro-Festival 2023

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Senol Demirtas (r.) und Robin Thomas wollen im nächsten Sommer auf dem früheren Union-Gelände Aalens erstes Elektro-Festival veranstalten. Das alte Dampfkesselhaus soll einbezogen werden. Foto: UW
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Am 29. Juli 2023 bietet das frühere Union-Areal eine große Bühne für elektronische Tanzmusik. Wer der Veranstalter ist und was er plant.

Aalen

Die deutschen Hotspots der Techno-Szene sind zwar Berlin und Frankfurt. Doch auch Aalen will künftig mitspielen in der Szene der elektronischen Tanzmusik. Das Festivalgelände und der Termin stehen bereits fest: Auf dem früheren Union-Areal soll am 29. Juli 2023 Aalens erstes Elektro-Festival steigen. Auf die Ohren gibt es „Electronic dance music“. Das ist der Fachausdruck in der Clubszene für synthetisch produzierte Songs, aufgelegt von DJs.

Senol Demirtas (46) und Robin Thomas (34) wollen Aalens erstes Electronic-Festival als Veranstalter wuppen, wobei Demirtas der eigentliche Motor ist. Der gebürtige Aalener mit engen verwandtschaftlichen Beziehungen zum Aalener Reisebüro Demirtas - dessen Inhaber ist sein Cousin (Anm. d. Red.) - hat eigener Aussage zufolge einen direkten Draht zu vielen internationalen Künstlern aus der DJ-Szene. Und er war, wie er berichtet, schon „fast überall auf der Welt zwischen London und Ibiza“, wo die großen internationalen DJs auflegen.

2500 bis 3000 Besucher

„Man kennt sich“, sagt Demirtas, der schon DJ Matador als Headliner in die Aalener Lola geholt hat, und unter anderem auch für den Stuttgarter Elektro-Club Kowalski Veranstaltungen organisiert. Demirtas ist gelernter Elektroinstallateur und Industriemechaniker. Als ein Bandscheibenvorfall ihn vor wenigen Jahren zum beruflichen Umdenken zwang, entschloss er sich, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Im Alter von 37 Jahren absolvierte er ein zweijähriges Eventmanagement Studium über die Pop-Akademie Baden-Württemberg in Mannheim und wollte eigentlich schon früher größer durchstarten. „Doch dann kam Corona.“

Für das Aalener Elektro-Festival, das schätzungsweise für 2500 bis 3000 Besucherinnen und Besucher ausgerichtet werden soll, sind die ersten Weichen gestellt. Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting hat bereits sein grundsätzliches „Okay“ gegeben und auch der Landkreis als Eigentümer des Union-Areals ist involviert und bereit, das Gelände für das Festival zur Verfügung zu stellen.

Schon in seinem Wahlkampf hatte OB Brütting anklingen lassen, dass er sich nach Heubacher Vorbild mit „Wasser mit Geschmack“ ein Elektrofestival in der Aalener Innenstadt vorstellen könnte. „Damit auch die jungen Leute und Studenten von etwas außerhalb zum Feiern nach Aalen kommen.“

Dabei stellt der OB, der Senol Demirtas während seiner OB-Kandidatur in Aalen kennengelernt hat, den regionalen Gedanken in den Mittelpunkt: „Es soll ein Festival von Aalenern für Aalener sein. Veranstalter ist Senol mit seinem Partner. Aber wir von der Stadt Aalen werden das Festival positiv begleiten.“

Was das im Klartext heißt, erläutert Demirtas: Es wird zwei Headliner des Tages geben. Doch davor wolle man DJs aus der Region die Chance bieten, einmal auf einer Bühne vor großem Publikum aufzulegen. Für das Catering will man mit einem lokalen Partner aus der Aalener Gastronomieszene zusammenarbeiten.

Alle helfen zusammen

„Die Stadt Aalen unterstützt beim Technikaufbau und Senol kümmert sich um die Buchung der DJs. So helfen wir alle ein bisschen zusammen“, sagt Brütting, dem es ein Anliegen ist, Veranstaltungen in die Innenstadt zu holen und damit der Stadt Aalen ein modernes Image zu geben. Darum hat sich der OB eigener Aussage nach auch die Finanzierungsfrage noch nicht gestellt. Brütting: „Wir fangen ja ganz klein an für die lokale Szene. Und wenn es gut wird, kann das Festival in den nächsten Jahren durchaus wachsen.“

Derweil steht mit „Sol-AA“ auch schon das Motto für den Festivaltag. Das lateinische Sol, gekoppelt an das Kennzeichen der Kocherstadt, steht für Sonne, Energie und Aktivität. Demirtas stellt sich vor, dass das „Kollektiv K“, ein Zusammenschluss junger Aalener Künstler, das Festivalgelände mit Kunstwerken umranken wird.

„Der Besuch des Festivals soll für alle erschwinglich sein“, meint Demirtas und benennt Eintrittspreise zwischen 20 bis 25 Euro. „Mit dem Elektro-Festival will ich einen Teil dazu beitragen, die Stadt Aalen für die Jugend attraktiv zu machen.“

Erstes Elektro-Festival in Aalen am Samstag, 29. Juli, 12 bis 22 Uhr auf dem Union-Areal. Ein Shuttle-Service wird eingerichtet.

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