Warum dem Kocherladen Waren fehlen

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Der Kocherladen an der Bahnhofstraße benötigt Warenspenden. Nicht nur, weil ukrainische Flüchtlingen auf das Angebot angewiesen sind. Archivbild
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Wie die Aalener Tafel ukrainischen Flüchtlingen hilft. Wo es klemmt und was helfen könnte.

Aalen. Vor der Tür des Kocherladens an der Bahnhofstraße warten Kundinnen und Kunden darauf, eingelassen zu werden. Im Tafelladen gibt es Waren für den kleinen Geldbeutel. Doch momentan ist die Situation nicht so, wie es sich Projektleiter Gerhard Vietz und Pfarrer Bernhard Richter wünschen. Es fehlt an Warenspenden und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Seit der Pandemie nimmt aber die Zahl derer zu, die auf den Einkauf in der Aalener Tafel angewiesen sind.

„Jetzt sind auch die ersten ukrainischen Flüchtlinge unter unseren Kunden“, sagt Pfarrer Bernhard Richter, um aber gleich anzufügen: „Wir schicken niemanden weg.“ Der Pfarrer spielt damit darauf an, dass das von den Ukrainerinnen und Ukrainern mitgebrachte Bargeld hier nicht getauscht werde. Aktuell seien 30 Flüchtlinge. Diese erhalten, so Richter weiter, Gutscheine, die in der Regel die Caritas oder die Diakonie finanziere. Er und Projektleiter Gerhard Vietz sind sich sicher, dass die Zahl derer, die zur Aalener Tafel kommen weiter steige.

Öl, Mehl & Co. sind Mangelware

Beim Thema Ukraine nennt Vietz auch fehlende Lebensmittel als Problem. „Wie in allen Supermärkten haben wir Öl, Mehl und Nudeln aktuell nur in überschaubaren Mengen“, sagt der Projektleiter. Doch schon vor dem Krieg in der Ukraine habe die Tafel Probleme, ausreichend Waren anbieten zu können. „Das liegt am System der Discounter“, bringt es Richter auf den Punkt. Die Bestellung von Waren sei digital geregelt. Wenn früher zu viel bestellt worden sei, habe der Kocherladen kurz vor dem Ablaufdatum die Produkte erhalten – immer wieder. Jetzt regle das Kassensystem den Einkauf. So falle praktisch kaum noch zu viel Ware an. „Weil wir mit Geldspenden keine Ware kaufen dürfen – so die Regel – fehlt uns das Angebot“, erklärt Richter. Außer es gebe bei der finanziellen Spende den Hinweis „Warenspende“.

Und noch ein Problem drückt die beiden Verantwortlichen. Die Zahl der ehrenamtlich Engagierten hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie halbiert. „Obwohl sieben Neue dabei sind“, sagt Vietz und hofft auf helfende Hände.

Wer spenden möchte: Aalener Tafel - Kocherladen; Stichwort: Warenspende

IBAN: DE61  61450050 1000077908

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