Warum der Jakobimarkt lockt

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Reges Treiben herrschte am Montagmorgen in der Aalener Innenstadt. Viele Händler verführen die Aalener zum Einkaufen und Verweilen.

Aalen

Es ist eine schöne Tradition in Aalen, die auch von den ansässigen Einzelhändlern gerne gesehen wird, weil sie für reges Treiben sorgt in der City: Immer am zweiten Montag im Juli ziehen sich die bunten Stände des Jakobimarkts durch die Aalener Gassen. Und die Händler bieten feil, was in Küche, Haus und Hof gebraucht wird. Und es ist wahr: Ja, Gemüsehobel werden gerne und immer noch gekauft.

Den Besucherinnen und Besuchern scheint das Treiben zu gefallen. Viele schlendern durch die Gassen, sehen sich um, verweilen an Ständen. Doch auch wenn die Atmosphäre gelassen wirkt, klagen viele der Händler über die aktuelle Corona-Situation. "Das ist nicht nur unser Job, das ist unser Leben", sagt Bärbel Weiss, die mit ihrem Mann Valentin Weiss Küchenwerkzeuge verkauft. "Wir sind von Corona geschockt", meint sie. Es ist der erste Markt seit Monaten für die beiden, eigentlich ein Grund zur Freude. "Wir haben trotzdem einen dicken Hals auf die Regierung", sagt Bärbel Weiss. Die beiden Händler aus Nürnberg stören sich vor allem an den widersprüchlichen Maßnahmen in der Pandemie. "In ein Flugzeug dürfen 200 Passagiere, aber wir dürfen keinen Markt machen", kritisiert Valentin Weiss. Trotzdem sehen sie eine positive Zukunft für Märkte. "Amazon kann einem nichts Vergleichbares zeigen", meint er, als er sein Angebot demonstriert.

Das ist nicht nur unser Job, das ist unser Leben.

Bärbel Weiss Standbetreiberin

Ein paar Stände weiter lässt sich ein Besucher vom Chef der Abtsgmünder Firma Zaruba über Gürtel beraten. Auch für den Lederhändler ist es der erste Markt seit Monaten. Trotzdem ist er vom Geschäftsmodell überzeugt. "Es gibt Dinge, die kann man nicht im Internet kaufen." Auf dem Markt könnten sich Kunden ganz anders mit der Ware befassen als online. Sei es bei der Beratung oder beim Ausprobieren. "Markt ist immer aktuell. Markt ist Kult", meint er.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL