Warum die Ebnater Steige ausgerechnet jetzt gesperrt ist

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Seit diesem Montag, 26. Juli, ist die Ebnater Steige gesperrt. Der Grund: Die Bauarbeiten an der Nordumfahrung Ebnat. Voraussichtlich acht Wochen bleibt die Steige gesperrt.
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Die Baustelle an der Hochbrücke hat ohnehin schon für Staus gesorgt. Die Sperrung der Ebnater Steige verschärft das Problem noch.

Aalen

Wer dieser Tage mit dem Auto in Aalen unterwegs ist, braucht Geduld. Mehrere Baustellen sorgen für Staus. Die Alte Heidenheimer Straße ist komplett gesperrt, die Hochbrücke nur eingeschränkt befahrbar. Baustellenampeln regeln den Verkehr. Daher gab es sowieso schon Staus in den anderen Zufahrtsstraßen, zum Beispiel der Ziegelstraße.

Seit Montag ist auch noch die Ebnater Steige voll gesperrt. Die Umleitung führt über die Himmlinger Steige und die Ziegelstraße. Das verschärft das Problem dort noch. Ein SchwäPo-Leser berichtet von langen Staus im Berufsverkehr. Nicht nur in der Ziegelstraße, auch in der Hirschbachstraße, Walkstraße und Ulmer Straße. Die Stadt ist Bauherrin der Baustelle an der Hochbrücke. Das Regierungspräsidium (RP) koordiniert die Bauarbeiten für die Nordumfahrung Ebnat. Da kommt die Frage auf: Sind die beiden Baustellen und Sperrungen überhaupt miteinander abgestimmt?

Lisa Schlager vom RP sagt dazu: „Ja, im Vorfeld fanden hierzu Gespräche mit der Stadt Aalen – wie bei solchen Maßnahmen üblich – statt.“ Auf Wunsch der Stadt sollten die Arbeiten des Regierungspräsidiums in den Sommerferien durchgeführt werden, um die verkehrsärmere Zeit mit weniger Berufsverkehr zu nutzen. Das bestätigt Karin Haisch, Pressesprecherin der Stadt. „Für größere Maßnahmen, die längere Sperrungen erfordern, werden in unseren Planungen Schulferien als Zeitfenster für die Vollsperrungen angestrebt.“

Lieber jetzt geballt, bevor es sich ewig zieht.“

Karin Haisch, Pressesprecherin Stadt Aalen

Karin Haisch wirbt für Verständnis: „Grundsätzlich sind nach Abschluss der Baumaßnahmen entscheidende Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur zu erwarten“, sagt sie. Und weiter: „Uns ist bewusst, dass aufgrund der Vielzahl der Baumaßnahmen teilweise mit erheblichen Behinderungen zu rechnen ist.“ Ohne umfassende Sperrungen und Zusammenlegung der Maßnahmen in die ruhigere Sommerzeit sei eine rasche und effektive Umsetzung nicht möglich. „Lieber jetzt geballt, bevor es sich ewig zieht“, fasst sie zusammen. „Wir appellieren an ortskundige Verkehrsteilnehmer, diese Straßenabschnitte zu meiden und wenn es geht, auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad umzusteigen“, sagt sie.

Grund für die Sperrung der Ebnater Steige: Ebnat bekommt eine Ortsumfahrung. Der zweite Bauabschnitt hat am Montag, 26. Juli, begonnen und dauert voraussichtlich bis Freitag, 17. September, an. Während der Arbeiten erfolgt der Anschluss der neuen Ortsumfahrung an die Ebnater Steige. Hierbei wird laut RP ein Abschnitt in Richtung Unterkochen vollständig entfernt und wieder neu hergestellt.

Grund für die Sperrungen an der Hochbrücke: Unter der Hochbrücke entsteht im Moment die Unterführung Kettelerstraße. Außerdem wird die Brücke auf der Ost-Rampe verbreitert. Damit gibt es künftig mehr Platz auf den Fahrspuren. Die Alte Heidenheimer Straße muss voraussichtlich bis Ende September gesperrt bleiben.

Ein Leserbrief zum Thema auf Seite 10

Drei Ahornbäume an der Hochbrücke gefällt

Ein SchwäPo-Leser hat beobachtet, wie am Freitagmorgen an der Hochbrücke drei Ahornbäume gefällt wurden. Die städtische Pressesprecherin Karin Haisch erläutert: „Es handelt sich um drei Ahornbäume, bei denen im Zuge der Baumaßnahme Fußgänger –und Radwegeunterführung Kettelerstraße eine starke Schädigung festgestellt wurde, die in Kürze zum Absterben der Bäume geführt hätte.“ Durch die Trockenheit der letzten Jahre seien sie nicht nur morsch, sondern auch insgesamt ziemlich dürr geworden. Deswegen sei in Abstimmung mit dem Umweltamt die Nachpflanzung mit geeigneten Bäumen beschlossen worden. Augewählt seien Lindenbäume. Sie seien klimaresistenter. „Am Ende sollen statt der bisher drei Ahornbäume bis zu acht Lindenbäume Schatten spenden“, sagt Karin Haisch. „Die Einpflanzung erfolgt baldmöglichst, spätestens im Frühjahr kommenden Jahres, je nach Witterungsverlauf.“

Der Rückstau auf der Ziegelstraße Richtung Stadtmitte am Montagmorgen im Berufsverkehr.

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