Warum Heidi Matzik aufhört

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Heidi Matzik, die beliebte Unterkochener Ortsvorsteherin gibt ihr Amt ab.
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Die Ortsvorsteherin von Unterkochen gibt ihr Amt am Montag ab. In der Sitzung geht es dann auch um ihre Nachfolge.

Aalen

Es war das große Thema am Wochenende für die an Kommunalpolitik interessierten Aalener Bürgerinnen und Bürger. Am Freitag war bekannt geworden, dass Heidi Matzik mitgeteilt hat, ihr Amt als Ortsvorsteherin von Unterkochen zur Verfügung zu stellen und außerdem aus dem Ortschaftsrat des großen Aalener Teilortes ausscheiden zu wollen.

Spekuliert wurde unter anderem auch darüber, ob es einen Zusammenhang dazu gibt, dass der Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler nicht mehr antritt. Matzik und Rentschler haben nicht nur dasselbe Parteibuch (SPD). Sie haben gut zusammengearbeitet – im Ortschaftsrat wie im Aalener Gemeinderat.

Ein Zusammenhang, den Heidi Matzik klar bestreitet. Ihre Beweggründe seien "ausschließlich privater Natur", sagt sie gegenüber der SchwäPo.

Denn nach wie vor sei es so, dass sie ihre Arbeit im Ortschaftsrat und auch die als Ortsvorsteherin sehr gern mache. Sie schätze die Vielfalt der Herausforderungen und der Themen, die das Amt mit sich bringe. Deswegen sei ihr die Entscheidung schwergefallen. Allerdings könne Lebenszeit nicht wiederholt werden – und sie möchte jetzt mehr Zeit für ihre Familie haben.

Auch habe ihr Entschluss nichts damit zu tun, dass es in Unterkochen in der jüngeren Zeit oft herausfordernde Diskussionen gegeben habe, etwa, wenn man ans "Grüß-Gott-Wegle" und die Schättere-Trasse denkt. "Dass manche Situationen nicht einfach sind", das sei so in der Kommunalpolitik. Da dürfe man nicht "schnell beleidigt oder frustriert sein", wenn es kritische Stimmen gebe. Oft komme es über solche Kritiken "ja zu einer Verbesserung der Situation".

Ausschließlich privater Natur.

Heidi Matzik Ortsvorsteherin von Unterkochen

Heidi Matzik räumt freilich ein, dass sie sich über die eine oder andere Geschichte in der Vergangenheit schon geärgert habe, ohne das jetzt näher benennen zu wollen. Aber mit ihrer jetzigen Entscheidung habe das nichts zu tun. "Es ist heute für mich wichtig, zu fragen: Wie geht mein Lebensweg weiter?", sagt die 65-Jährige. Es seien diese grundsätzlichen Fragen, die sie sich gestellt und am Ende die Entscheidung getroffen habe, dass sie jetzt aufhören möchte.

Wer ihr folgt im Amt, da wolle sie nicht vorgreifen. Gewählt wird die neue Ortsvorsteherin oder der neue Ortsvorsteher vom Gesamtgemeinderat der Stadt. In der Sitzung des Ortschaftsrates am Montag, 1. März, soll der Unterkochener Rat dafür eine Empfehlung abgeben. Üblicherweise folgt der Gemeinderat dieser Empfehlung.

Im Unterkochener Ortschaftsrat hat die SPD vier Sitze: Neben Heidi Matzik sind das Martina Lechner, Kay Schlude-Minich und Brigitte Willier, für die CDU sind dies Anton Funk, Ulrich Starz, Hans-Peter Stütz und Gisela Weiland, für die Freien Wähler Florian Stütz, Johannes Thalheimer und Erika Wiedemann, für die Grünen Alexander Asbrock, Claudia Maas und Frank Sieber.

Laut Gemeindeordnung übrigens muss die Ortsvorsteherin oder der Ortsvorsteher nicht zwingend aus den Reihen des jetzigen Ortschaftsrates kommen, sondern "aus dem Kreis der zum Ortschaftsrat wählbaren Bürger" (die Stellvertreter hingegen müssen dem Ortschaftsrat angehören). Wählbar sind in der Ortschaft wohnende Bürgerinnen und Bürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

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