Was den TSGler Tobias Hegele an seine Heimatstadt Aalen bindet

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Von klein auf ist Tobias Hegele bei den „Schleuderbrettlern“ der TSG durch die Luft geflogen. Heute ist er nicht nur Trainer, sondern leistet auch einen beachtlichen Beitrag für die Solidargemeinschaft.
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Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach ist mit ihren rund 2000 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein der Stadt Aalen. Ein ehrenamtliches Engagement für die Solidargemeinschaft.

Aalen

Er ist ein Tausendsassa bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach: Ohne Tobias Hegele, ohne seinen ehrenamtlichen Einsatz in unzähligen Stunden, würde so einiges gar nicht rundlaufen bei dem mit rund 2000 Mitgliedern zweitgrößten Aalener Verein.

Ein Leben für die Gemeinschaft

Der 36-jährige Familienvater ist ein Beispiel, von denen es vor allem seit Corona immer weniger gibt: Er ist seit Jahrzehnten seiner Heimat, seinem Verein treu geblieben. Die TSG ist für ihn erweiterte Familie, für deren Unterstützung der Entwicklungsingenieur bei Zeiss SMT jährlich sogar einige Wochen seines Jahresurlaubs widmet. „Wenn man einen Verein vor Ort haben will, dann geht das nicht ohne Ehrenamt“, stellt das Elferratsmitglied der Sauerbachnarren und zugleich Vater von „demnächst“ zwei Söhnen pragmatisch fest.

Überhaupt: Ein Leben ohne Vereinsgemeinschaft und ohne Sport - diese Frage hat sich ihm noch nie gestellt. Schon gleich nach seiner Geburt habe er die Luft der TSG gewissermaßen mit der Muttermilch aufgesogen. Seine ebenfalls sehr vereinsaktiven Eltern haben ihn schon im Maxi-Cosi mitgenommen zum Training der Sportakrobaten oder „Schleuderbrettler“. Vater Bernd Hegele ist Präsident des Baden-Württembergischen Sportakrobaten Verbands und zugleich Vizepräsident für Leistungssport beim deutschen Sportakrobatikbund. Onkel Hansjörg Hegele ist Gründungsmitglied der 1966 ins Leben gerufenen Schleuderbrettakrobaten der TSG.

„Von klein auf war ich der, der durch die Luft geflogen ist“, erzählt Tobias Hegele. Zehn Jahre war er alt, als er gemeinsam mit seiner Gruppe seine erste württembergische Meisterschaft gewonnen hat. Heute hat der Übungsleiter die C, B und A-Lizenz und gibt auch regelmäßig Weiterbildungskurse für Sportakrobatiktrainer.

Als Vorsitzender des Bewirtschaftungsausschusses verantwortete Tobias zehn Jahre lang unter anderem das traditionelle Spätzle-Schaben für die legendären Kässpätzle der TSG an den Reichsstädter Tagen. Für seinen Verein organisierte er bei großen Events wie der Turngala oder dem deutschen Altherrencup Helferzahl und Verköstigungsmengen, kümmerte sich um Genehmigungen und um Strom- und Wasseranschlüsse.

Heute ist er Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der TSG, „guckt, dass alles läuft“, wie er sagt. Denn der rund 2000 Mitglieder starke Verein will geführt werden wie ein Unternehmen - nur eben auf ehrenamtlicher Basis. „Anders wäre das finanziell gar nicht leistbar.“

Das alles braucht viel Zeit

Für den Limesweltcup, den großen Sportakrobatik-Zirkus, den die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Sportakrobatik Verband vom 3. bis 5. November dieses Jahres in Aalen ausrichtet, wird sich Tobias Hegele eine komplette Woche Urlaub nehmen. Besprechungen, Aufbau, das Event selbst, die Unterbringung der Athleten zu organisieren sowie den Transport vom Hotel zum Wettkampf beziehungsweise zum Flughafen - das alles braucht viel Zeit.

Bis vor Corona hat Hegele zudem regelmäßig das zweiwöchige Sommer-Jugendzeltlager der TSG betreut. Er hofft inständig, dass sein Verein dieses Angebot im nächsten Jahr personell wieder stemmen kann. „Denn: Früher war es deutlich einfacher, Helfer zu finden.“

Bekannter Kopf

„Hati“ Hatam heißt mit Vornamen Abunasr. Für die Wasseralfinger ist der gebürtige Iraner der „Hati“. Ein liebenswerter Spitzname für den Mann an der Seite von Ortsvorsteherin Andrea Hatam. Seit 1979 sind die beiden verheiratet. Hati ist ein Paradebeispiel für gelungene Integration. Der studierte Architekt, der gemeinsam mit seiner Frau die Buchhandlung Henne führte, ist durch seine Offenheit und sein reges Vereinsengagement längst waschechter Wasseralfinger. 

Instagram-Fotomotiv

702 Meter über dem Meer liegt die Plattform des Aalbäumleturms auf dem Aalener Hausberg. Von hier oben bietet sich ein unvergleichlicher Rundum-Blick über die Aalener Bucht und das Welland bis weit ins Rems- und Kochertal, in die Ellwanger Berge und über die Heidenheimer Alb. Das Beste: Eine Besteigung des Turms kostet nichts! Und an Sonn- und Feiertagen kann man sich an der Hütte am Fuß des Turms mit Speis und Trank stärken. 

Schon gewusst?

Innerhalb von 15 Jahren sind die Reste der Kocherburg bei Unterkochen in mehr als 10 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit über die Grasnarbe geschafft worden. Mit tatkräftiger Unterstützung der Initiative Kocherburg wurde gesichert, was von der alten Befestigung übrig war, die 1645 von schwedischen Truppen zerstört worden war. Erbaut wurde die Burg im 11. Jahrhundert als mittelalterliche Höhenburg, sie wurde im 17. Jahrhundert als Renaissance-Schloss neu errichtet.

Hati Hatam ist ein Beispiel für gelungene Integration.
Beste Rundumsicht auf dem Aalbäumleturm.
Die verschütteten Ruinen der Kocherburg sind restauriert und wieder aufgebaut.

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