Was mit der Kirche und dem Dekanatsgebäude los ist

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Über dem Eingang zur Johanneskirche gibt es Risse. Wegen dieser müsse man sich aber nicht sorgen, so Dekan Drescher.
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Kirchengemeinderäte befassen sich mit dem evangelischen Dekanat und der St.-Johann-Kirche.

Aalen. Kirchliche Gebäude kosten. In regelmäßigen Abständen stehen Sanierungen an. Was die evangelische Kirchengemeinde für den Erhalt ihrer baulichen Substanz tun muss, damit haben sich jetzt die Kirchengemeideräte befasst. Zwei Gebäude standen dabei im Mittelpunkt: die Johanneskirche, an deren Mauern Risse entstanden sind, sowie das Dekanatsgebäude in der Innenstadt, das grundlegend ab dem Jahr 2022 saniert werden soll.

Das evangelische Dekanat steht unter Denkmalschutz. Das macht eine Sanierung gegenüber einem herkömmlichen Gebäude komplizierter. Jetzt haben die Verantwortlichen der Kirchengemeinde einen sogenannten Vorentwurf erstellen lassen. "Der ist jetzt fertig", sagte Dekan Ralf Drescher. Auf dieser Basis wolle man nun bei der Stadt Aalen eine Bauanfrage auf den Weg bringen. "Bei der Sanierung des Dekanatsgebäudes müssen wir verschieden Fragen berücksichtigen", sagte der Dekan. Da gehe es einerseits um den Denkmalschutz, andererseits um die Barrierefreiheit und die energetische Ertüchtigung. "Da entstehen Interessenskonflikte zwischen den einzelnen Bereichen", so Drescher weiter.

Der Dekan skizzierte dann den weiteren Weg bis zur Sanierung. Dem Vorentwurf folge die Entwurfsplanung und die Kostenrechnung. "Wir gehen davon aus, dass die eigentliche Planung der Sanierung spätestens 2021 abgeschlossen ist." Beginn der Sanierung sei dann auf das Frühjahr 2022 projektiert. "Das bedeutet, dass wir mit der Suche nach einem Interimsquartier für unser Dekanat spätestens 2021 beginnen müssen."

Es gibt Risse über dem Eingangsbereich an der Johanneskirche. Die sind beim Tag des Denkmals angesprochen worden. "Wir kennen die Risse", betonte Dekan Drescher. Walter Ohligschläger und er hätten bereits vor anderthalb Jahren vor Ort die Risse begutachtet. "Wegen dieser Risse muss sich niemand sorgen", meinte Drescher. Die seien Schönheitsreparaturen. Der Erhalt des Gebäudes stehe nicht infrage. Man werde einen Ortstermin machen und ein Gutachten erstellen lassen.

Ein größerer Garten

Die Gemeinde will um einen größeren Garten fürs Pfarrhaus der einstigen Markuskirche kämpfen. Beim Verkauf des Kirchengrundstücks an die Aalener Wohnungsbau habe man nicht beachtet, dass der Abstand von künftiger Wohnbebauung zum Pfarrhaus in der Erwin-Rommel-Straße sehr gering sei. "Wir werden versuchen nachzuverhandeln, um die Grundstücksgrenzen etwas zu verlegen, sind aber in der eindeutig schwächeren Position", sagte Drescher.

Im Übrigen seien die künftigen Häuser der Wohnungsbau nicht mehr der Erwin-Rommel-Straße zugeordnet, sondern dem Ruland-Ayßlinger-Weg.

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