Was wird aus dem Haus der ehemaligen Musikschule?

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Das Gebäude der ehemaligen städtischen Musikschule in der Hegelstraße
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Seit die Einrichtung umgezogen ist, wird das Gebäude ganz anders genutzt. Das Thema Wohnen ist nicht vom Tisch.

Aalen

Was wird aus dem Gebäude der ehemaligen städtischen Musikschule? Bis zu den Sommerferien 2020 fand in dem Haus in der Hegelstraße Unterricht statt. Ballett, Instrumental- und Gesangsunterricht für Kinder und Erwachsene, vom Keller bis ins Dachgeschoss. Dann zog die städtische Musikschule um in den neuen Kulturbahnhof. Das Gebäude – oder dessen Fläche nach einem möglichen Abbruch - wolle die Stadt Aalen nutzen, um neuen Wohnraum zu schaffen, hieß es seinerzeit aus dem Rathaus. Doch dann kam die Corona-Pandemie und durchkreuzte die Pläne.

Ein neuer Mieter zog ein: das Gesundheitsamt des Landkreises. In der ersten Corona-Welle im Winter 2020/2021 waren dort zeitweise 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Erfassung und Kontaktnachverfolgung von Infektionen beschäftigt. Unter dem gleichen Dach angesiedelt war die sogenannte Fieberambulanz für Corona-Verdachtsfälle.

Die Fieberambulanz ist mittlerweile Geschichte, doch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes sind geblieben. Sie seien im Wesentlichen auf drei Feldern tätig, so die Pressesprecherin des Landratsamtes, Susanne Dietterle: mit der Erfassung von Corona-Befunden und Meldungen ans Landesgesundheitsamt, mit der Betreuung von Corona-Teststellen und der Umsetzung der sogenannten einrichtungsbezogenen Impfpflicht im Ostalbkreis.

Die Zahl der aktuell dort Beschäftigten entspreche etwa 20 Vollzeitstellen, so Dietterle. „Damals hatten wir Arbeitsplätze für 100 Personen eingerichtet. Die sind jetzt nicht mehr belegt, aber einsatzbereit. Die Hard- und Software steht.“ Man wisse nicht, „wie sich die Pandemie weiter entwickelt, was im Herbst auf uns zukommt, aber wir wollen einfach vorbereitet sein“. Zu dieser Vorbereitung gehört laut Dietterle auch, dass Verträge mit Mitarbeitenden, die jetzt auslaufen, verlängert werden bis Ende Dezember dieses Jahres.

Wie lange das Landratsamt das Gebäude noch braucht, ist zurzeit nicht abzusehen, sagt die städtische Pressesprecherin Karin Haisch. Der Mietvertrag mit dem Landkreis sei nicht befristet. Nichtsdestotrotz: Die früheren Pläne bestehen weiter. Karin Haisch: „Das ist eine wunderbare Innenentwicklungsfläche, die sich für die Schaffung weiteren Wohnraums sehr gut eignet, und die wir unter Berücksichtigung der Bestandsbebauung und der guten Lage entwickeln wollen.“

Doch man sei am Anfang und wolle nichts überstürzen. Aktuell habe die Nutzung für die Bekämpfung der Corona-Pandemie Priorität. Haisch: „Wir gehen gegenwärtig – natürlich abhängig von der dann gegebenen Pandemie-Lage - nicht vor dem ersten Quartal 2023 von einer Konkretisierung der Planungen aus.“

Die ehemalige Musikschule in der Hegelstraße

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