Weg frei für Aalener Wohlfühlquartier

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"Wohnen am Tannenwäldle" heißt das neue Quartier nördlich der Ziegelstraße, (untere Bildhälfte). In der Mitte der oberen Bildhälfte erkennt man die Aufsiedelung des Neubaugebiets Schlatäcker II.
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Mit breiter Mehrheit hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, das Baugebiet "Wohnen am Tannenwäldle" innovativ und nachhaltig zu entwickeln.

Aalen

Klimaschutz, umweltfreundliche Mobilität und Ökologie – das sind die drei Säulen des Baugebiets Galgenberg Ost. Baudezernent Wolfgang Steidle geriet regelrecht ins Schwärmen und sprach von einem Wohlfühlquartier, als er im Gemeinderat die Eckpunkte des innovativen und modellhaften Baugebiets an der Ziegelstraße aufzählte. Fraktionsübergreifend gab es großes Lob und am Ende beschlossen die Stadträtinnen und -räte mit breiter Mehrheit das "Wohnen am Tannenwäldle" nachhaltig zu entwickeln. Damit ist der Weg frei für ein neues Quartier, das "Modellcharakter für alle künftigen Baugebiete in Aalen hat", wie Steidle zusicherte.

Der Baudezernent fasste zusammen, was unter anderem nachhaltig bedeutet. Als klimagerechtes Quartier sei für die Gebäude als Standard mindestens KfW-40-Bauweise festgelegt. Auf dem Areal werde, soweit wie möglich, das Regenwasser gepuffert und in den Taufbach weitergeleitet. Zum Thema umweltfreundliche Mobilität sagte Steidle, dass am Quartierseingang eine Parkgarage entstehe, das Quartier selbst werde zum autoarmen Quartier. Des Weiteren nannte er den Gemeinschaftsraum als Quartierstreff, die Integration smarter Anwendungen, eine Kita, sofern Bedarf besteht, und die Nähe zur Stadt und zum künftigen Kombibad.

Das sagen die Gemeinderäte

Inge Birkhold signalisierte für die CDU Zustimmung. Die Verwaltung habe die vielen Impulse aus dem Rat aufgegriffen und eingearbeitet.

Doris Klein (Grüne) sprach von einem "nahezu klimaneutralen Baugebiet" und vom "Vorbildcharakter für künftige Baugebiete mit Strahlkraft über Aalen hinaus".

Hermann Schludi (SPD) attestierte, die Verwaltung habe die Ideen hervorragend umgesetzt.

Das neue Quartier hat Modellcharakter für alle künftigen Baugebiete in Aalen.

Wolfgang Steidle Baubürgermeister

Claus Albrecht, der mahnte, Betreutes Wohnen entsprechend zu gestalten, bezeichnete das Quartier als "Filetstück". In Sachen Kindertagesstätte forderte der Freie-Wähler Stadtrat: "Wenn wir dort eine Kita brauchen, dann baut die Stadt Aalen selbst."

Christa Klink (Linke) signalisierte Zustimmung. "Wir verlassen uns auf die Zusicherung, dass am Mobilitätskonzept noch gearbeitet wird."

Norbert Rehm (FDI) betonte, dass man die Grundsätze noch sinnvoll weiterentwickeln müsse.

Dr. Frank Gläser schloss sich dem allgemeinen Lob an; "Kummer bereitet mir die völlige Ausrichtung am CO²", sagte der AfD-Sprecher zum Energiekonzept. Er halte eine KfW-75-Bauweise für ausreichend. Wie Gläser auch, bezeichnete dessen Fraktionskollege Marcus Waidmann – beide stimmten am Ende gegen den Beschluss – "die eigenen vier Wände als Rückzugsraum". Das Konzept schränke "zukünftige Häuslebauer gewaltig in ihrer Freiheit ein. Es entsteht eine Art Zwang, den wir nicht gutheißen".

Dem entgegnete OB Thilo Rentschler, dass es sinnvoll sei, sich bei Neubaugebieten an neuen Werten zu orientieren.

"Wohnen am Tannenwäldle" Diesen Namen trägt – nach dem Beschluss des Gemeinderats – nun das bisherige Baugebiet ‘Galgenberg Ost'.

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