Weihnachten in Aalen - einmal ganz anders

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So feierten die katholischen und evangelischen Weihnachten unter Pandemiebedingungen in Aalen.

Aalen. Zuhause – online – unterwegs und im Gottesdienst: so haben viele Christen dieses Jahr Weihnachten feiern können. Die katholische Kirche in Aalen hat für alle Varianten des Feierns Angebote geschaffen, sodass Weihnachten werden konnte bei den Menschen. Für Zuhause im Wohnzimmer gab es Hausandachten, die das Team an den Adventssonntagen auf dem Markt in der Stadt und in Unterrombach unter dem Motto "Weihnachten in der Tüte" verteilt hat. Viele Leute haben diese Aktion dankbar an- und mitgenommen, ob vom Nikolaus persönlich, von den Engeln und der Luzia oder den Drei Heiligen Königen. Hinter "Weihnachten in der Tüte" steht die Idee, dass man ganz einfach zuhause mit der Familie einen kurzen Hausgottesdienst feiern kann.

Für alle, die online unterwegs sind, bot das digitale Krippenspiel am Heiligabend die Gelegenheit um 15 Uhr auf der YouTube-Seite der katholischen Kirche Aalen die Weihnachtsgeschichte anzuschauen und viele verschiedene Orte der Stadt wiederzuentdecken. Der Fokus bei den Online-Angeboten lag nicht nur auf Familien, sondern bietet eine ganze Bandbreite. Neben Musik, dem Krippenspiel und kurzen Impulsen gab es zum Heiligabend  mit Pastoralassistent Hans-Christian Richter  und zum Weihnachtstag mit Pastoralreferent Wolfgang Fimpel ebenfalls kurze Online-Gottesdienste vom Pastoralteam.

Wer nicht gern drinnen zuhause sitzt, sondern lieber selbst aktiv wird, konnte bereits ab dem 20. Dezember auf dem Krippenweg in der Weststadt sein und hier an den verschiedenen Stationen inne halten. Dieser ist noch bis zum Sonntag, 27. Dezember, aufgebaut, startet in der Kirche St. Bonifatius und führt bis nach Unterrombach zur Kirche St. Thomas. Auch in der Salvatorkirche und in St. Michael konnten Familien am Heiligabend in den Kirchen sich selbst auf dem Weg zur Krippe machen und im kleinen Kreis mit Abstand Weihnachten feiern. Neben diesen dezentralen, digitalen und kleinen analogen Angeboten, gab es auch kürzere und kleinere Krippenspiele, beispielsweise in der Augustinuskirche. Das Angebot an Gottesdiensten in den Kirchen wurde so erweitert, dass alle, die dieses Gottesdienstformat bevorzugen, ebenfalls bedient werden konnten - und mit ausreichend Abstand, gelüfteter Kirche, ihrer Maske und guter Musik zusammenkommen konnten.

Auch bei den evangelischen Christen in Aalen gab es am Heiligen Abend in diesem Jahr keine überfüllten Kirchen. Dennoch zeigten sich die Verantwortlichen sehr zufrieden mit den Gottesdiensten an diesem besonderen Tag. Schutz- und Hygienekonzepte wurden ausgearbeitet und mit vielen Helfern gemeinsam umgesetzt.

So begrüßte Dekan Ralf Drescher am Heiligen Abend nicht in der Stadtkirche, sondern vom Dach über dem Eingang des Gemeindehauses die Gemeinde auf dem Vorplatz: " Nichts ist heute wirklich eingespielt. Nichts konnte wirklich im Zusammenhang geprobt werden.  Und doch ist eines ganz vertraut. Wie jedes Jahr versammeln wir uns an diesem Tag, um auf die Weihnachtsbotschaft zu hören: Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1,14)"

Der Posaunenchor unter Leitung von Wolfgang Böttiger übernahm von der Terasse des Gemeindehauses die festliche Umrahmung der Gottesdienste. Kirchenmusikdirektor Thomas Haller sorgte mit Familie Rube gesanglich und instrumental für wunderschöne Weihnachtslieder.

Pfarrerin Theresa Haenle las aus einem Fenster des Gemeindehauses die Weihnachtsgeschichte.

Pfarrer Bernhard Richter nahm in seiner Predigt die Rolle des abweisenden Wirtes in den Blickpunkt, den es in jedem Krippenspiel braucht. Erzählte aber dann von einem Wirt, der das ganze Krippenspiel durcheinanderbrachte, weil er Josef und Maria sein Zimmer anbot. Richter ermutigte diesem Beispiel zu folgen, weil an Weihnachten etwas von der Menschlichkeit und Solidarität aufleuchtet, die wir in einem langen Jahr im Alltag für die Bewältigung unseres Lebens so dringend benötigen. Dekan Ralf Drescher übernahm Fürbitten und Segen in den drei Gottesdiensten vor dem Gemeindehaus.

Am ersten Weihnachtstag hielt Pfarrer Jan Langfeldt die Predigt in der Stadtkirche: "Jesus kommt, um uns ganz persönlich zu begegnen, als der Ewige", aber auch von Mensch zu Mensch. Mit buchstäblich beiden Füßen steht er fest auch in unseren Leben, ist unser Freund und Bruder, ein Gott zum Anfassen."

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