Weihnachtliche Wilderei durch freilaufenden Hund

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Dieses Kitz wurde von einem Hund gebissen.

Am Samstagnachmittag wird im Brunnental ein Rehkitz gebissen und muss getötet werden.

Aalen-Oberalfingen. Samstag, 2. Weihnachtsfeiertag, gegen 14.30 Uhr im Brunnental bei Oberalfingen: Spaziergänger beobachten Rehe, die im Brunnental einen Wiesenhang aufwärts flüchten. Ein Rehkitz bleibt zurück, kann sich nur noch kriechend fortbewegen.

Der zuständige Jäger wird hinzugerufen und es stellt sich schnell heraus: Das Kitz wurde durch einen Hundebiss in den Hals schwer verletzt. Es muss erlegt werden. Die blutenden Wunden, verursacht von zwei Fangzähnen, sind gut zu erkennen. Es ist bereits das vierte Reh, das 2020 in diesem Revier totgebissen wird.

Besonders in den Feiertagen und suchen mehr Menschen Erholung und Ruhe in der Natur. Die vielen Spaziergänger, Radfahrer und Hunde sind für sich noch kein Problem für die Wildtiere. Das wird es aber, wenn sich Personen weit ab vom Weg bewegen, auch Hundehalter mit nicht angeleinten Tieren. So kommt es, dass man mitten am Tag Wildtiere flüchten sieht. Oft bemerkt der Spaziergänger und Hundehalter gar nicht, oder nur am plötzlichen Fehlen des Hundes, dass Wildtiere in Panik versetzt wurden. Das Wild wittert Haustier und Mensch in der Regel schon bevor es selbst gesehen wird.

Nachts betrifft dies mancherorts auch sogenannte "Singletrails" auf denen Downhillfahrer mit Mountainbikes und Stirnlampen durch die Wälder abseits der Wege rauschen.

Naturliebhaber und Nutzer von Wäldern und Wiesen sollten sich bewusst sein, dass sie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gegenüber Natur und Wild haben. Im vorliegenden Fall wird Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Aalen, Telefon (07361) 5240, zu melden.

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