Weihnachtsbäume schlagen für „Advent der guten Tat“

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Steffen Dangelmaier aus Waldhausen spendet traditionell 3 Euro pro selbst geschlagenem Weihnachtsbaum an die SchwäPo-Aktion „Advent der guten Tat“. Foto: Oliver Giers
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Zweites und drittes Adventswochenende: Christbaumkulturen Dangelmaier in Waldhausen spendet 3 Euro pro selbst gesägtem Baum.

Aalen

Advent der guten Tat, die Hilfsaktion der Schwäbischen Post für bedürftige Menschen in Aalen, hat viele treue Unterstützer. Unter ihnen ist auch die Familie Dangelmaier aus Waldhausen, die jedes Jahr aufs Neue ihren Christbaumverkauf in den Dienst der guten Sache stellt.

So auch in diesem Jahr: Traditionell am zweiten und dritten Adventswochenende, 3./4. Dezember und 10./11. Dezember, kann man sich auf der Christbaum-Plantage am Baugebiet „Schießmauer“ einen Weihnachtsbaum aussuchen und eigenhändig fällen.

Pro verkauftem Baum spendet das Team Dangelmaier 3 Euro für die SchwäPo-Hilfsaktion „Advent der guten Tat“. Die Spende kommt damit direkt bedürftigen und unverschuldet in Not geratenen Menschen im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung zugute.

Eine bis zwei Meter hohe Nordmanntanne kostet 30 Euro; 35 Euro, wenn sie höher als zwei Meter ist. Für eine Blaufichte zahlt man bis zu einer Höhe von zweieinhalb Metern 20 Euro.

„Unsere Preise sind stabil“, betont Steffen Dangelmaier. Trotz des immer größer werdenden Aufwands habe man sich bewusst gegen eine Preiserhöhung entschieden. Denn nicht nur der deutsche Wald leidet unter dem Klimawandel, unter Dürre und Schädlingen, sondern auch die Christbaumkulturen. Seit zwei bis drei Jahren bereitet auch dem Team Dangelmaier die Tannentrieblaus große Probleme. Ab Mitte Mai beginnen die Läuse an der Unterseite der jungen Tannentriebe zu saugen. Und wenn sie nicht bekämpft werden, krümmen sich die Nadeln nach unten, was die Triebe wie dunkle Flaschenbürsten aussehen lässt. „dagegen setzen wir vermehrt biologische Mittel ein. Zur Chemie greifen wir nur im Notfall“, sagt Dangelmaier.

Ein weiteres Problem seien die zunehmend verspätet im Jahr auftretenden Nachtfröste. „Dieses Jahr hatten wir sogar noch am 30. Mai eine Frostnacht“, so Dangelmaier. In den vergangenen Jahren habe man versucht, in Frostnächten mit kleinen Feuern innerhalb der Plantage für Wärme zu sorgen. Doch von dieser Befeuerung sei man wieder abgekommen, weil die Bäume in der Kultur zu eng stehen. Als Folge der verspäteten Nachtfröste habe man in diesem Jahr einen Verlust von etwa 70 Prozent der Bäume in der Plantage hinnehmen müssen.

Am zweiten und dritten Adventswochenende, 3,/4. und 10./11. Dezember, jeweils Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr kann man seinen Baum auf der Plantage der Familie Dangelmaier in Waldhausen selbst schlagen. 3 Euro pro Baum werden gespendet an die SchwäPo-Aktion Advent der guten Tat.

Die Plantage ist ausgeschildert, sie befindet sich von Aalen her kommend am Ortseingang von Waldhausen, am Baugebiet Schießmauer.

Mitzubringen sind Arbeitshandschuhe. Sägen gibt es vor Ort. Und das Team Dangelmaier bietet seine Unterstützung an.

Die beste Lagerung des Baumes bis Weihnachten ist draußen an einer windgeschützten Stelle auf der Terrasse oder dem Balkon. Steffen Dangelmaier: „Wichtig ist die Nachtfeuchte; weil der Baum über die Nadeln Feuchtigkeit aufnimmt; es darf auch auf den Baum regnen oder schneien.“

Auf keinen Fall sollte der Baum bis Weihnachten in den trockenen Keller gestellt werden. „Denn da sind unter Umständen schon alle Nadeln unten, bevor Weihnachten ist.“

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Steffen Dangelmaier aus Waldhausen.

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