Weihnachtsmarkt - ACA wartet mit Deko noch ab

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Der Aufbau des Aalener Weihnachtsmarkt läuft.
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Die Aalener Händler blicken gespannt auf die Entscheidung von Bund und Land am Donnerstag. Citymanager Reinhard Skusa ist optimistisch.

Aalen.

Die Zukunft des Aalener Weihnachtsmarktes bleibt ungewiss. Der ACA (Aalen City aktiv), Aalens organisierte Händlerschaft, der in diesem Jahr den Weihnachtsmarkt am Spritzenplatz organisiert, hat einige kostenintensive Arbeiten erst einmal auf Eis gelegt. Bund und Länder werden am kommenden Donnerstag, 18. November, erneut über die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie beraten. „Dann sind wir schlauer“, sagt Citymanager Reinhard Skusa.

Gestoppt sind erst einmal aufwendigere Dekorationsarbeiten. „Die Buden sind aber bereits aufgebaut worden“, sagt Skusa. Der Citymanager musste aber schon mit einigen Absagen klarkommen. Unter anderem von Reinhold Hahn, besser bekannt als Poldi Hahn, der mit seinem Härtsfelder Flammkuchen quasi zum Inventar des Weihnachtsmarkts in Aalen gehörte. „Poldi hat wegen der unsicheren Situation abgesagt“, sagt Skusa. Auch Wolfgang Schieber wird unter anderem mit seinem weißen Glühwein nicht dabei sein. Abgesagt hat auch Christian Hellriegel (Bierhalle). Bei Schieber und Hellriegel seien es vor allem personelle Gründe gewesen. Das Weihnachtsland ist personalintensiv. Hellriegel ist mit seinem Foodtruck gut ausgebucht.

Absage unter anderem von Poldi, neue Zusage von "Amorellis" und "Leib & Seele"

„Uns ist es dennoch gelungen, die Absagen zu kompensieren“, sagt Skusa. Insgesamt gibt es Zusagen von elf Beschickern für den Weihnachtsmarkt. Neu hinzugekommen ist unter anderem Amorellis. Das Aalener Restaurant möchte italienische Weihnachtsspezialitäten anbieten. Auch Schupfnudeln und Gulaschsuppe würde es geben. Darum würde sich Vincze Juhas vom „Leib & Seele“ kümmern. Geschenkartikel, ein Kinderkarussell, Süßwaren und Socken wären ebenfalls dabei. Aber: Es bleibt im Ungewissen. Könnte, hätte, würde.

Skusa bleibt optimistisch. „Wir bereiten uns auf 2G an den Getränkebuden vor, eventuell auch 2G plus, also dass sich Genesene und Geimpfte noch einmal einem Schnelltest unterziehen müssen, wenn sie im Weihnachtsland in Gemeinschaft etwas trinken möchten“, sagt Skusa.

Der Spritzenhausplatz soll zwar nicht eingezäunt werden, es wird aber quasi einen inneren Kreis mit Getränkebuden geben. „Nur wer geimpft oder genesen ist, darf sich dort aufhalten und vor Ort verzehren“, sagt Skusa. Überprüfte Personen sollen ein Armbändchen bekommen. „Wer kein Armband hat, aber an der Bude seinen Glühwein trinken möchte, den werden die Sicherheitskräfte freundlich auffordern, den Platz zu verlassen“, erläutert Skusa ein mögliches Szenario. Maskenpflicht werde auf jeden Fall im Weihnachtsland herrschen.

2G oder 2G-plus am Glühweinstand

Egal welche Entscheidungen am 18. November Bund und Land und damit auch die Stadt Aalen fallen, weihnachtlich geschmückt werden soll der Platz dennoch. Ein paar Buden (ohne Alkohol) dürften wohl ebenfalls dort stehen. „Wir wollen das beste aus der Situation machen“, sagt Skusa. „Eine weihnachtliche Stimmung gibt es auf jeden Fall in der Stadt und auf dem Spritzenhausplatz“, sagt Skusa.

ACA-Vorsitzender Funk: verantwortungsvoll handeln

Auch ACA-Vorsitzender Josef Funk will adventliches Flair in der Innenstadt. Jedoch schlagen, wie er sagt, zwei Herzen in seiner Brust. „Die Standbetreiber sind vorbereitet, haben ihre Waren gekauft und Lebensmittel wie Glühwein bestellt“, sagt Funk und signalisiert damit Verständnis für die Weihnachtsmarktbeschicker und deren Investitionen.

Jedoch müsse man bei steigenden Inzidenzen verantwortungsvoll handeln. „Für unsere Kunden müssen wir entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen“, sagt der ACA-Vorsitzende und betont, wie Skusa, die Entscheidungen am kommenden Donnerstag abzuwarten. „Bis dahin sind wir auch weiterhin im ständigen Dialog mit der Stadt“, sagt Funk.

Wie der ACA geht auch die Stadt aktuell noch von einer 2G-Regelung mit Hygienekonzept für den Weihnachtsmarkt aus. „Wir beobachten die aktuelle Entwicklung“, sagt OB Frederick Brütting auch im Hinblick auf die Ergebnisse der Bund-Länder-Runde am Donnerstag.

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