Weil die Liebe durch den Magen geht

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Ursula Klewenhagen (l.) und Edith Gold lassen sich ein Radler inmitten der von ihnen geschaffenen Blütenoase schmecken.
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Im Genussgarten am Fuße der Aalener Stadtkirche fühlt man sich wie auf der Insel Mainau. "Verliebt in Aalen", das Motto der Sommeraktion, erklärt sich hier von selbst.

Aalen

Es ist eine perfekte Bühne für die mediterrane Blumenpracht: In diesem Sommer säumen viele, in prächtigen Rottönen leuchtende Blüten den Weg zum Portal der Aalener Stadtkirche. Das Motto der diesjährigen Sommeraktion "Aalen City blüht – verliebt in Aalen" erklärt sich hier von selbst. Wer genau hinguckt, entdeckt insgesamt 17 Herzen.

So viele jedenfalls haben die Macherinnen dieses Platzes, Edith Gold und Ursula Klewenhagen von der Gärtnerei im Langen Teich Oberkochen, gezählt: Neben den Herzblättern am langen Holzstiel sind das zwei von Hand geflochtene Rebenherzen. Nur Begonien und Fleißige Lieschen haben dank der Sommersonne der vergangenen Wochen ihre herzige Pflanzform "gesprengt" und sind fluffig aufgegangen wie ein geschmeidiger Hefeteig.

"Hier sitzt man wie unter einer Pergola", schwärmen Edith Gold und Ursula Klewenhagen, die sich beide ein Feierabendradler mitten in ihrem Blühparadies schmecken lassen. Das Besondere in diesem Sommeraktionsjahr: "Dank Corona" darf die Bierhalle von gegenüber erstmals diesen Platz im Schatten der Stadtkirche bewirten. Zehn Tische hat Bierhallen-Wirt Christian Hellriegel in die herzige Blumenpracht gestellt. Das passt: Bekanntlich soll ja die Liebe durch den Magen gehen.

Entstanden ist ein Biergarten mit einem Flair wie auf der Insel Mainau. "Jardin de Noir" nennt Hellriegel liebevoll seinen Garten, in Anlehnung an seine immer noch wegen Corona geschlossene kleine "Bar Noir". Wenn er hinüber sieht zu seinen Gästen, die sich gerade einen schwäbischen Wurstsalat oder ein gediegenes Schnitzel schmecken lassen, freut er sich sehr. Vor allem, weil die Stadt Aalen ihm sofort erlaubt habe, ein Eck des Kirchplatzes zu bewirtschaften. "Weil wir nicht nur das älteste, sondern auch das kleinste Wirtshaus der Stadt sind, würde ich mir freilich wünschen, dass wir auch im Herbst und im Winter dort im Freien an der Kirche bewirten können", sagt er.

Wir haben so viele Kunden, die uns begeistert berichten, wie toll dieser Platz ist.

Ursula Klewenhagen Gärtnerei im Langen Teich

Aus lauter Begeisterung über "seinen Garten" hat der Bierhallen-Wirt das kleine blühende Paradies aus Jasmin, Begonien, Spinnenblumen, Edellieschen & Co. abgerundet mit einem eigenen Olivenbaum und einer Palme.

Wie schön es sich hier an warmen Tagen und lauen Abenden sitzen lässt, hat sich schnell herumgesprochen. "Wir haben so viele Kunden, die uns begeistert berichten, wie toll dieser Platz ist", freuen sich Gold und Klewenhagen. Und sie betonen, dass es die Gartenfreunde Fachsenfeld/Dewangen sind, die diese Blühoase über die vielen Wochen hinweg sorgsam pflegen und bewässern.

"Jetzt, mitten im September, stehen die Blumen in ihrer üppigsten Blüte", stellt Christian Hellriegel fest. Wenn es nach ihm ginge, könnte man die Sommeraktion auch in den nächsten Jahren bis in den Oktober hinein verlängern. "Das würde auch dann funktionieren, wenn das Stadtfest wieder gefeiert werden kann", ist er sich sicher.

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