Weltflüchtlingstag: Aktion am Rathaus

  • Weitere
    schließen
+
Mit solchen symbolischen Zelten machten verschiedene Initiativen anlässlich des Weltflüchtlingstags auf die ihrer Ansicht nach menschenunwürdigen Verhältnisse in den Lagern aufmerksam.
  • schließen

Verschiedene Organisationen appellieren auf dem Marktplatz an Solidarität mit Geflüchteten. Warum Moria in den Köpfen bleiben muss.

Aalen

Den Internationalen Weltflüchtlingstag nahmen der Kreisfrauenrat, Frauen in Asyl, die Vereine CarleNote und „Aakademie“, die European Justice Initiative und die Grünen-Jugend am Samstag in einer konzertierten Aktion zum Anlass, in Wort, Bild und im Austausch der Bevölkerung mit Flüchtlingen auf die menschenunwürdigen Verhältnisse in Lagern hinzuweisen. Im Fokus stand dabei das Flüchtlingslager in Moria auf Lesbos, das nach wie vor ein Akt der Unmenschlichkeit sei.

„Flüchtlinge wollen einen friedvollen Platz zum Leben“. „Im Frieden ist der Mensch am besten“ und „Ein Aufruf zur Offenheit – heute geflüchtet, morgen Freunde“ lauteten die Appelle auf dem Rathausplatz, wo sich auch die Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter, Leni Breymaier und Margit Stumpp einfanden und das Gespräch mit Flüchtlingen suchten.

„Das ist heute die Auftaktveranstaltung für unsere gemeinsame Spendenaktion“, sagte Ehsan Farsi von CarleNote, der den Erlös dann direkt in Moria an lokale Hilfsorganisationen übergeben wird. „Wir sind keine Schmarotzer, wir wollen friedlich leben und uns hier integrieren“, sagt ein junger Mann im Gespräch mit dieser Zeitung.

Auf einer Weltkarte werden Flüchtlingslager gezeigt und Fluchtursachen analysiert. Es wird darüber informiert, dass das zweite Lager in Moria bei weitem nicht so gut sei, wie es oft in der Öffentlichkeit dargestellt werde. Immer noch herrschten grausame Bedingungen, erzählt Ehsan Farsi. Moria und andere Lager müssten in den Köpfen der Menschen bleiben.

„Es ist gut, dass Politiker und Flüchtlinge miteinander ins Gespräch kommen“, freut sich die Sprecherin der Grünen-Jugend, Jana Schlipf. Vor allem die Kinder seien die Leidtragenden in Moria – kein Recht auf Schule und Bildung.

In der Innenstadt wurden Flyer verteilt. „Solidarität mit allen Geflüchteten, ein Zelt ist kein Zuhause, inhumane Behandlung stoppen“, heißt es in großen Lettern.

Spendenkonto: DE61 6149 0150 0424 7980 00 Zahlungsempfänger: Carlenote e.V. Verwendungszweck: „Hilfe Geflüchtete Griechenland“

Wir wollen friedlich hier leben und uns hier integrieren.“

Ein Flüchtling

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL