Wenig Andrang bei Impfaktion in der Aalener Stadthalle

+
Tokinoh Fatih erhält von Karen Wesselmann seine Impfung. Im Hintergrund Zeiss-Betriebsarzt Dr. Andreas Wieland, der das Aufklärungsgespräch führte.
  • schließen

Bei der Impfaktion des DRK in der Stadthalle wurde vorwiegend Biontech verimpft. Der Bedarf an Impfungen scheint derzeit gedeckt.

Aalen

Waren bei den ersten beiden großen Impfaktionen des DRK-Verbundes Kocher-Rems die Termine schnell ausgebucht und der Andrang entsprechend groß, hielt sich das Aufkommen am Samstag in der Stadthalle doch in Grenzen. Rund 200 Impftermine waren im Vorfeld online beim DRK für diese Aktion gebucht worden.

Organisiert hatten die Impfaktion dieses Mal die Firma Zeiss mit ihrem arbeitsmedizinischen Dienst (AMD) in Zusammenarbeit mit dem DRK-Verbund Kocher-Rems. An diesem Samstag hatte man sich verstärkt an jüngere impfinteressierte Menschen gerichtet. Für diese Gruppe war mehr Biontech-Impfstoff bevorratet worden als bei den ersten Aktionen. Entsprechend war der Anteil der Jüngeren, bis in den Jugendbereich, deutlich höher.

 „Wir konnten bei der Organisation auf bisherige Erfahrungen zurückgreifen. Entsprechend schneller lief alles ab und wir haben auch noch Details verfeinert“, berichtet Lars Lächele, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Essingen.

45 Ehrenamtliche im Einsatz

Rund 45 Ehrenamtliche des DRK und des AMD waren von 8 bis 17 Uhr im Einsatz, meist in zwei Schichten. „Der große Bedarf an Impfungen, vor allem Boosterimpfungen, ist wohl gerade gedeckt“, erklärt Martin Kunz vom DRK den geringen Andrang.

Geleitet haben die Impfungen  mit Dr. Hauke Bartels, Dr. Andreas Wieland und Dr. Andreas Welk drei der sechs Betriebsärzte der Firma Zeiss, unterstützt von insgesamt sieben Assistentinnen und Assistenten aus dem ADM.

Der große Bedarf an Impfungen, vor allem Boosterimpfungen, ist wohl gerade gedeckt."

Martin Kunz, DRK Essingen

Zukunftsträchtige Kooperation

„Wir haben im Konzern schon rund 10 000 Impfungen bei den Mitarbeitern ausgeführt, als einer der ersten Firmen überhaupt“, sagte der Internist Dr. Bartels. Er sieht die Zusammenarbeit mit dem DRK ebenso wie Lächele und dessen Kollege Klaus-Dieter Sterzik als gute Symbiose und Grundlage für weitere Projekte in der Zukunft bei ähnlichen Notfällen wie dieser Pandemie. „Eine gute Zusammenarbeit ist auch gut für den Bevölkerungsschutz“, ergänzt er.

Währenddessen kommen die nächsten Menschen, die sich impfen lassen wollen. Senioren, oft in Begleitung von Angehörigen, holen sich ebenso ihre Impfung wie Menschen im mittleren Alter oder zwischen 20 und 30. Letztere erhalten ein Biontech-Vakzin, erstere meist Moderna.

Unter den Impfwilligen ist auch der 31-jährige Tokinoh  Fatih. Er erhält von Karen Wesselmann nach dem Aufklärungsgespräch mit Dr. Wieland seine Boosterimpfung. Er wolle sich selbst und andere schützen, sagt er. So sieht es auch die 22-jährige Annika Krauß, die ebenfalls ihre dritte Impfung erhält.

Minderjährige mit Eltern

Immer wieder kommen auch minderjährige Schüler und Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern. Nicole Ratsamm sagt: „Wir haben beide Töchter jetzt zum dritten Mal impfen lassen, weil wir mit meinen Eltern Risikopatienten im Haus haben und wir nicht wollen, dass irgendjemand auf die Intensivstation kommt und dort beatmet werden muss.“ Zudem solle die Schule für beide Mädchen weiter laufen.

Auch Hans Knaus ist mit seinem Sohn da. Für ihn geht es ebenfalls um die Schule. „Und wir wollen uns und andere möglichst schützen“, betont er. Zufrieden zeigen sich die Geimpften auch über die Koordination und die guten Abläufe bei dieser Impfaktion.

Erneut haben sich beim DRK mehr Ehrenamtliche für die Aktion gemeldet, als benötigt wurden. „Unsere Leute sind da, wenn Menschen geholfen werden kann“, freuen sich Kunz und Lächele.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

Kommentare