Weniger Pfarrer bei evangelischer Kirche?

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Marc Schnabel (Mitte) wurde in der Stadtkirche als Geschäftsführer der Evangelischen Erwachsenenbildung Ostalb eingeführt, hier mit Pfarrer Dr. Michael Lichtenstein, Schuldekan Dr. Harry Jungbauer, Dekan Ralf Drescher und Pfarrer Nicolai Gießler (von lin

Dekan Ralf Drescher blickt auf die Gegenwart und die Zukunft in Aalen.

Aalen. Nach langer Pandemie-Pause lief die Bezirkssynode erstmals wieder in Präsenz. Dekan Ralf Drescher und Schuldekan Dr. Harry Jungbauer begrüßten die Synodalen zum Gottesdienst in der Stadtkirche und führten Marc Schnabel, den neuen Geschäftsführer der Evangelischen Erwachsenenbildung Ostalb, feierlich in den Dienst ein. Schnabel hat seine Arbeit bereits am 1. August 2021 aufgenommen. Er dankte für die herzliche Aufnahme im Kirchenbezirk. Weiterhin wurden die Pfarrer Nicolai Gießler und Dr. Michael Lichtenstein mit jeweils 25 Prozent Dienstauftrag als Referenten beim Schuldekan eingesetzt.

Heinz Schmidt hieß im Anschluss die Mitglieder der Bezirkssynode im Gemeindehauswillkommen. Grußworte standen an. OB Frederick Brütting war krankheitsbedingt verhindert. Anselm Kreh, Vertreter der Landessynode, berichtete über die Bischofswahl. Was aktuell im Kirchenbezirk läuft, darüber informierte Dekan Ralf Drescher.

Drescher begrüßte die neue Pfarrerin von Neresheim und Schweindorf, Rebekka Scheck. Damit seien im Kirchenbezirk alle Stellen besetzt, so der Dekan. Jugendreferent Alexander Blümel wird im Frühsommer nach Ravensburg wechseln. Dem Kirchenmusiker im Praktikum, Lukas Nagel, folgt ab sofort Leonard Hölldampf. Die Stelle der Kindergartenfachberatung ist weiterhin vakant. Im Kirchenbezirk finden derzeit drei Visitationen statt: in Oberdorf, Bopfingen und Oberkochen.

Zum Thema Pfarrstellen sagte Drescher: „Es ist die Aufgabe dieser Bezirkssynode, den nächsten Pfarrplanschritt vorzubereiten. Wir gehen davon aus, dass es zu merklichen Einschnitten kommen wird.“ Ein Grund dafür sei die Mitgliederentwicklung in der Landeskirche. Der Rückgang um 45.200 Gemeindeglieder   im Jahr 2021 habe auch finanzielle Auswirkungen auf die Finanzkraft der Gemeinden. „Noch können wir unsere Aufgaben im Kirchenbezirk gut erfüllen, weil wir gut gewirtschaftet und vorgesorgt haben“, so Drescher.

Einweiteres Thema: Wie kann den vom Ukraine-Krieg betroffenen Menschen geholfen werden? Darüber habe man sich bereits in der Pfarrerdienstbesprechung Gedanken gemacht, sagte Drescher. Auf Kirchenbezirksebene sei der Kreisdiakonieverband sehr aktiv. Informationen finden sich auf der Homepage unter www.diakonieverband-ostalb.de.

In den Gemeinden sind es oft die Pfarrer, bei denen die Fäden zusammenlaufen. Leider werde das Engagement der Kirche in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, sagte Pfarrer Dr. Torsten Krannich in einem Statement. „Das müssen wir verbessern.“ Er berichtete, wie konkret in Essingen über soziale Netzwerke Hilfe koordiniert wird. Pfarrer Nicolai Gießler sprach über die Flüchtlingsarbeit in Kirchheim am Ries.

Über die wichtige Rolle des Religionsunterrichts bei der Friedenserziehung referierte Dr. Harry Jungbauer. Danach stellt Marc Schnabel Themen und Schwerpunkte seiner Arbeit bei der Evangelischen Erwachsenenbildung vor. bk

Die nächste Synode ist am 11. November 2022 in Ellwangen geplant.

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