Wie Aalen in Mosambik hilft

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Mit Aalener Hilfe sollen die zehn Grundschulen in Vilankulo mit Handwaschbecken ausgestattet werden.

Die Stadt erhält einen Zuschuss für ein gemeinsames Projekt mit der befreundeten Stadt Vilankulo.

Aalen. Auch in Pandemiezeiten ist der Blick über den eigenen Tellerrand wichtig. Wie ist die aktuelle Lage in der mit Aalen befreundeten Stadt Vilankulo? Auf den ersten Blick: Besser als hier in Aalen, schreibt die Stadtverwaltung. Der sich ausbreitende Sommer habe in Mosambik die Infektionszahlen sinken lassen. Auf den zweiten Blick sei aber auch klar: Bei einer landesweiten Impfquote von unter zehn Prozent ist ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen zu erwarten.

Um die Stadt Vilankulo bei der Vorbeugung vor Infektionen und der Durchführung von Impfkampagnen zu unterstützen, habe sich die Stadt Aalen erfolgreich um Fördergelder des Corona-Solidarpakets von Engagement Global beworben. Dieses Förderprogramm unterstützt partnerschaftlich verbundene Kommunen bei der Eindämmung der Corona-Pandemie mit einer Vollfinanzierung von Projekten.

Die befreundeten Städte Vilankulo und Aalen arbeiten an den Maßnahmen, die bis zum Jahresende umgesetzt sein sollen. An den zehn öffentlichen Grundschulen Vilankulos kann die AHA-Regel wegen fehlender Handwaschbecken nicht umgesetzt werden. Deshalb ist der Bau von Handwaschstationen wesentliches Element des Projekts.

Ein weiteres Element ist ein Erfahrungsaustausch zur Durchführung von Impfkampagnen. Das Ostalb-Klinikum wird hier mit medizinischem Wissen und praktischen Tipps im Rahmen eines digitalen Austauschs unterstützen. Zum Impfen gehört mehr als der Impfstoff. Es braucht beschattete Wartemöglichkeiten für die Nachbeobachtung, da die Impfungen meist im Freien stattfinden, und die Schulung von freiwilligen Unterstützern vor Ort.

Aalen und Vilankulo sind zuversichtlich, dass mit diesen Maßnahmen wertvolle Voraussetzungen für die langfristig erfolgreiche Eindämmung der Pandemie in Vilankulo geschaffen werden.

Das Projekt wird in Aalen von der Stabsstelle für Chancengleichheit, demografischer Wandel und Integration betreut. In der Stadt Vilankulo setzen verschiedene Ämter die Maßnahmen um und werden dabei von Sarah Kreidewolf unterstützt.

Sie ist im Rahmen des Projekts „Fachkräfte für kommunale Partnerschaften weltweit“, gefördert von Engagement Global und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, seit Juni in Vilankulo tätig und berät dort zum Aufbau eines Katasterwesens und bei der Stadtplanung. Anfang November war Sarah Kreidewolf zum Austausch im Aalener Rathaus.

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