Wie Aalen sich aufs Rad schwingen will

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Eine „fahrradfreundliche Mobilitätskultur“ soll in Aalen in den nächsten beiden Jahren mit Hilfe verschiedener Aktionen gefördert und gestärkt werden.
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„Radkultur 2022/23“: Die Stadt wird Modellkommune des Landes. Wie sie mit ganz unterschiedlichen Angeboten Lust auf den Drahtesel machen will.

Aalen

Die gute Nachricht gab es vorweg: Die Stadt Aalen hat sich beim Land als sogenannte „Radkultur-Modellkommune“ beworben und eine Zusage für das sogenannte große Förderpaket bekommen. Das bedeutet: 50 000 Euro fließen in diesem und im nächsten Jahr für ganz unterschiedliche Aktionen. 25 000 Euro muss die Stadt selbst beisteuern. Der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik gab dafür grünes Licht.

Das Ziel des Programms: die Bürgerinnen und Bürger über Fahrrad-Angebote in Aalen informieren und sie begeistern für das Rad als Verkehrsmittel im Alltag. Was an Maßnahmen geplant ist, stellte Luisa Schittny, Abteilungsleiterin für umweltfreundliche Mobilität der Stadtverwaltung, im Ausschuss vor:

Fahrradschnitzeljagd: Über drei Monate hinweg werden drei bis vier Routen zum Befahren angeboten. Dabei lockt ein Gewinnspiel. Jeder Route ist ein Lösungswort zugeordnet, kombinieren lässt es sich aus Infos an den einzelnen Haltepunkten.

Stadtradeln: Wieder fest im Kalender ist die Aktion, die Menschen locken will, so viele Kilometer wie möglich mit dem Rad zurückzulegen. Im Rahmenprogramm werden historische Drahtesel aus dem Deutschen Fahrradmuseum Bad Brückenau im Aalener Rathaus und in den Bezirksämtern ausgestellt. Am 17. Juli gibt es ein großes Abschlussfest mit Sternfahrt aller beteiligten Kommunen, Rad-Star-Fotowettbewerb, Rad-Check sowie Essen und Trinken.

Fahrrad-Fit: kleinere Aktionstage über die gesamten zwei Jahre hinweg an verschiedenen Standorten. Fahrrad oder E-Bike kann man hier kostenlos von Experten checken lassen, kleinere Reparaturen an Bremsen, Licht oder Schaltung sind inklusive.

Radservice-Punkte: Sattel falsch eingestellt oder Reifen platt? Servicestationen mit einem Werkzeugsatz für kleinere Reparaturen, Luftpumpen und einer Fahrradhalterung zum Fixieren sollen das Netz der Mobilitätsstationen erweitern. Sie sind rund um die Uhr kostenlos zu nutzen.

Lastenrad-Verleih: Zusätzlich zum Lastenrad am Bahnhof von RegioRad Stuttgart wird ein weiteres Lastenrad gekauft. Es bleibt dauerhaft in Aalen und darf von jedermann zum Nulltarif über einen längeren Zeitraum getestet werden. Motto: nachhaltigen Transport leicht machen.

Radkultur-Tage: Tage „zum Anfassen, Erleben und Ausprobieren der verschiedenen Facetten des Fahrradfahrens“ ist das Motto des Events. Bürgerinnen und Bürgern soll ein Programm mit verschiedenen Attraktionen geboten werden, unter anderem mit Fahrradwaschanlage oder Rad-Check. Weil es in diesem Sommer mit dem Mountainbike-Weltcup bereits ein großes Rad-Event in Aalen gibt, soll dieses Fest voraussichtlich erst im Frühjahr 2023 steigen, erläuterte Luisa Schittny. Beworben werden sämtliche Module über Annoncen, Plakate, Presseveröffentlichungen, Give-Aways in der Tourist-Information und in den Sozialen Medien, informierte Luisa Schittny auf Nachfrage von Sigrun Huber-Ronecker (Grüne).

Landesprogramm „Radkultur“: Seit 2012 fördert das Land mit diesem Programm die positive Einstellung zum Radverkehr. 2020 bekam Aalen erstmals den Zuschlag für das sogenannte kleine Förderprogramm.

In diesem Jahr gibt es den Mountainbike-Weltcup, deshalb die Radkultur-Tage erst im Frühjahr 2023.“

Luisa Schittny, Stadtverwaltung Aalen

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