Wie Aalener Wirte durchstarten

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Freudensprünge beim "Podium". Kehren für Montag, wenn es wieder losgeht.

Zumindest Speisegaststätten können am Montag wieder loslegen und Gäste bewirten – allerdings gelten Auflagen. Auf was Gäste jetzt achten müssen.

Aalen

Ab Montag, 18. Mai, dürfen die Menschen in Aalen wieder essen gehen. "Ich freue mich, dass es jetzt mit der Öffnung der Gastronomie einen weiteren Schritt zurück zur Normalität geht", so bewertet dies der Aalener Oberbürgermeister Thilo Rentschler – und hofft auf weitere Lockerungen in der nächsten Zeit. Auch und gerade in Corona-Zeiten sei eine "lebendige Innenstadt besonders wichtig", sagt der OB. Doch nicht alle Gastronomen profitieren von dieser ersten Lockerungsmaßnahme für die Branche. Welche Gastronomiebetriebe dürfen ab 18. Mai in Baden-Württemberg öffnen? In der Corona-Verordnung Gaststätten, ist von "Speisewirtschaften" die Rede. Welche Betriebsformen sind damit genau gemeint? Dazu schreibt das Wirtschaftsministerium: Speisewirtschaften der Corona-Verordnung meint Gaststätten, die eine gaststättenrechtliche Erlaubnis für den Betrieb einer Speisewirtschaft besitzen sowie Eisdielen und Cafés.

Ausschlaggebend für die Entscheidung, was als Speisewirtschaft gilt, ist eine Entsprechende Erlaubnis, wie Michael Felgenhauer vom Ordnungsamt der Stadt Aalen mitteilt. Bedeutet im Umkehrschluss. Clubs, Bars, Diskotheken, Kneipen und Shisha-Bars dürfen nicht öffnen, "sofern sie eine entsprechende Erlaubnis nicht besitzen", wie das Wirtschaftsministerium mitteilt. Entscheiden ist, was in der Konzession steht. Klar könne, wer die Erlaubnis zum Betrieb einer Speisewirtschaft nicht hat, diese beantragen, so Felgenhauer. Er gibt aber zu bedenken, "dass bereits weitere Lockerungen in Aussicht gestellt sind, und ein solcher Änderungsantrag in Kürze bereits überholt sein kann".

Wie bei den Abstandsregeln, die auch für den Außenbereich gelten, gibt es in manchen Kommunen besondere Corona-Regeln zugunsten der Gastronomie. Ohne Gebühr können etwa die Gastronomen in Schwäbisch Gmünd ihre Flächen in der Außenbewirtschaftung erweitern. "Ihnen steht der gesamte öffentliche Raum von Schwäbisch Gmünd zur Verfügung", sagt der Gmünder OB Richard Arnold. In Aalen werde dies "schon bereits jetzt sehr großzügig gehandhabt", sagt dazu die Aalener Stadtsprecherin Karin Haisch. Man gehe da ans Maximum dessen. Was aber sichergestellt bleiben müsse, sei, dass die Rettungswege frei bleiben.

Regeln hin oder her: Die Aalener Restaurantinhaber freuen sich nach mehr als zwei Monaten endlich wieder Gäste bei sich begrüßen zu dürfen. Bei der Wiedereröffnung gelten jedoch einigen staatliche Auflagen. "Damit diese Regeln gut umgesetzt werden können, sind wir auf die Mitwirkung unserer Gäste angewiesen", betont Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes DeHoGa Baden-Württemberg.

DeHoGa-Tipps für Gäste

  • Kein Restaurant besuchen sollte, wer mit einer Covid-19 infizierten Person innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt hatte oder selbst Symptome eines Atemwegsinfekts zeigt oder erhöhte Temperatur hat.
  • Tische im Vorfeld reservieren: Reservierungen für Gruppen sind nur möglich, wenn es sich um Personen aus dem Kreis der Angehörigen des eigenen, sowie eines weiteren Haushalts handelt. Es kommt hier nicht auf den Verwandtschaftsgrad, sondern auf das Zusammenwohnen an. Die Personenzahl bei Angehörigen eines Haushalts spielt keine Rolle.
  • Ohne Trennvorrichtung gilt der Mindestabstand von 1,5 Meter.
  • Ein Besuch ist nur mit zugewiesenem Sitzplatz möglich. Es wird gebeten. sich an die Anweisungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten.
  • Tische müssen mindestens 1,5 Meter Abstand haben.
  • Abstand auf Verkehrswegen – im Eingangsbereich, auf Treppen, an Türen, und in Toiletten – einhalten. Unter 1,5 Meter empfiehlt sich die Verwendung einer Mund-Nasen-Abdeckung.
  • Hände desinfizieren und/oder mit Seife waschen.
  • Körperkontakte vermeiden; insbesondere auf Händeschütteln und Umarmungen verzichten.
  • Geforderte Kontaktdaten zur Nachverfolgung möglicher Infektionen bereithalten. Die Datenlöschung erfolgt, laut DeHoGa, nach vier Wochen.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind angehalten, den Kontakt und die Kommunikation mit den Gästen zur Sicherheit aller auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
  • Bargeldloses Bezahlen ist erwünscht. Am besten tischweise. Wer bar zahlt, wird gebeten, die hierfür vorgesehene Vorrichtung bzw. Ablagefläche zu nutzen.
  • Die Betriebe der Speisegastronomie, die am 18. Mai wieder öffnen dürfen, müssen im Gästebereich Flächen und Gegenstände, wie Tischflächen, Armlehnen oder Türgriffe, sowie häufig berührte Arbeitsgeräte wie Zapfhahn, Theke und Tastaturen regelmäßig desinfizieren.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mit Mund-Nasen-Abdeckungen ausgestattet.
  • Die Gasträume werden regelmäßig durchgelüftet. jhs/aki

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