Wie Advent der guten Tat hilft

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Am 1. Advent startet traditionell die große Spendenaktion der Schwäbischen Post für bedürftige Menschen in Aalen.

Aalen

Es wird ein besonders stiller Advent in diesem von Corona geprägten Jahr. Nicht nur, weil die Politik die Menschen in ihre Häuser, in ihre Wohnungen verweist. Und nicht nur, weil die in anderen Jahren so fröhlichen und geselligen Zusammentreffen bei Glühwein und Punsch ausfallen müssen, wie auch Adventssingen und Weihnachtskonzerte.

Es wird ein stiller Advent auch deshalb, weil die Corona-Pandemie mit ihren wirtschaftlichen Folgen in allen Bereichen spürbar ist. Auch hier bei uns, in Aalen. Geldnöte entstehen durch den plötzlichen Verlust von Arbeitsplätzen und Konflikte in Familien eskalieren auf engem Wohnraum schneller. Die Armutsspirale dreht sich in diesem Jahr plötzlich noch schneller und trifft Kinder und Jugendliche als schwächste Mitglieder der Gesellschaft besonders hart.

Gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten ist schnelle Hilfe angesagt. Dafür steht Advent der guten Tat, die Hilfsorganisation der Schwäbischen Post für bedürftige Menschen im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung. Advent der guten Tat hilft zwar das gesamte Jahr über bedürftigen Menschen. Um Spenden bitten wir aber ausschließlich im Advent, in der Vorweihnachtszeit. Die beträchtliche Summe von 166 000 Euro kam im vergangenen Jahr zusammen. Dank Ihrer Hilfe, liebe Leserinnen und Leser!

Für viele Menschen mit geringem Einkommen, so berichtet Iris Wolf, Schuldnerberaterin der Diakonie, sei es so gut wie nicht möglich, aus geringem Einkommen Geld für notwendige Anschaffungen anzusparen. Zum einen, weil die Leistungen vom Jobcenter zu gering sind. Zum anderen wäre das Ersparte sofort wieder pfändbar, wenn Schulden mit im Spiel sind.

Es ist nicht möglich, aus geringem Einkommen Geld für notwendige Anschaffungen anzusparen.

Iris Wolf Schuldnerberaterin der Diakonie

Daher hat Advent der guten Tat in diesem Jahr wieder in vielen Fällen Elektrogeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen finanziert – auch Möbel; vor allem Betten und Matratzen. Auch die monatlichen Wohnungsmieten werden für immer mehr Menschen zu einem Problem. Denn Fakt ist: "Der Aalener Wohnungsmarkt ist bei den angemessenen Wohnungen – also den für sozial schwache Familien bezahlbaren Wohnungen leer gefegt", betont Iris Wolf. "Einige Menschen schaffen es dann vielleicht noch, die laufende Miete in einem normalen Monat aufzubringen." Sobald aber eine zusätzlich Ausgabe hinzukomme, scheitere die Finanzierung, wenn ohnehin das Geld jeden Monat knapp ist. Zwar leiste das Jobcenter teilweise die Mietzahlung einen weiteren Monat. "Aber nur als Darlehen, das zurückgezahlt werden muss", weiß Wolf.

Um Kündigungen und Wohnungsräumungen zu verhindern, hat Advent der guten Tat in diesem Jahr einige Mieten bezahlt. Denn: Schon wer mit zwei Monatsmieten im Rückstand ist, kann fristlos gekündigt werden.

Unter anderem hat Advent der guten Tat auch die Reparatur eines Schornsteins übernommen. Ein seit einem Badeunfall schwerbehinderter Familienvater hatte das Geld dafür nicht. Der Schornstein drohte, stillgelegt zu werden. Damit wäre das Haus der sechsköpfigen Familie unbewohnbar geworden. Dank Ihrer Spenden, liebe Leserinnen und Leser, hat die Familie nun weiterhin ein Dach über dem Kopf und auch ein warmes Haus.

Leckere Erbsensuppe in Dosen am 19. Dezember

Aalen. Alle Freunde des leckeren Erbseneintopfes der SchwäPo-Aktion Advent der guten Tat werden auch in diesem Jahr auf ihre Kosten kommen: Am 19. Dezember, dem Samstag vor dem vierten Advent, wird die von den DRK-Feldköchen aus regionalen Zutaten zubereitete Erbsensuppe auf dem Aalener Wochenmarkt verkauft. Und zwar corona-konform abgefüllt in 400-Gramm-Konservendosen, das Stück für 5 Euro. Da wegen der geltenden Corona-Bestimmungen das traditionelle Erbsensuppenessen am 1. Adventssonntag nicht möglich ist, freut sich SchwäPo-Chefredakteur Damian Imöhl sehr über diese Alternativlösung. Imöhl: "Ohne die segensreiche Unterstützung der DRK-Feldköche und des DRK-Kreisverbands Aalen wäre die Aktion gar nicht möglich."

Bitte spenden Sie: Stichwort: "Advent der guten Tat": Konto KSK Ostalb, IBAN: DE 41614500500110050500; oder Konto VR-Bank Ostalb, IBAN: DE 05614901500101010001.

Christbäume, Nikoläuse und leckere Bredla

Aalen. Die Aktion "Advent der guten Tat" begleitet Sie, liebe Leserinnen und Leser, durch die Adventszeit. Mit kleinen Gesten und großen Aktionen. Mal nachdenklich, mal besinnlich, mal lecker und schön anzusehen. Aber immer verbunden mit der Bitte um Spenden für notleidende Menschen hier in Aalen – Menschen, die am Rande der Existenz leben. Weil sie ihren Job verloren haben. Oder weil sie durch einen Schicksalsschlag, durch eine schwere Krankheit aus der Bahn geworfen wurden.

Gerade in diesem Corona-Jahr können wir auf die SchwäPo-Aktion Advent der guten Tat nicht verzichten. Neu hinzugestoßen zu den treuen Unterstützern ist in diesem Jahr Harry Ulrich von der Konditorei Ammann.

Bredla backen und spenden: Konditormeister Harry Ulrich von der Konditorei Ammann hat sich für "Advent der guten Tat" etwas Leckeres einfallen lassen. Ab diesem Samstag, 28. November, liegen in der Konditorei am Marktplatz 6 Broschüren aus. Ulrich stellt darin vier Rezepte vor und gibt Geheimtipps preis, wie die Bredla in der heimischen Weihnachtsbäckerei bestimmt gelingen! Wer auf dem Wochenmarkt unterwegs ist, sollte einen Abstecher in die Konditorei machen und eine Rezeptbroschüre abholen gegen eine Spende für Advent der guten Tat. Geöffnet hat die Konditorei Ammann samstags von 8 bis 14 Uhr, Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.

Christbaum schlagen und spenden: Wer seinen Christbaum selbst schlagen möchte, sollte sich das zweite und dritte Adventswochenende vormerken. Am Samstag und Sonntag zwischen 9 und 16 Uhr ist man in der Plantage an der Schießmauer richtig. Christbaumkulturen Dangelmaier in Aalen-Waldhausen spenden wieder drei Euro pro Baum an Advent der guten Tat.

Nikolausüberraschung: Wie gern wären Ewald Hirsch und Rudi Wagner in diesem Jahr wieder als Nikoläuse der guten Tat von Haus zu Haus gezogen, mit Mitra, Bischofsstab und Geschenkesack. Doch Corona wegen sind sie in diesem Winter arbeitslos. Natürlich denken die beiden trotzdem an Sie, liebe Leserinnen und Leser. Darum haben wir uns für Sie eine Überraschung am Nikolausabend ausgedacht. Seien Sie gespannt!

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