Wie das Aalener Rathaus im Lockdown arbeitet

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Zumindest in Teilen ist das Rathaus in Aalen verwaist. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zuhause.
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Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung arbeiten im Homeoffice. Für den Kernbereich wurde keine Kurzarbeit angemeldet.

Aalen

Die Aalener Rathaustüren sind geschlossen. Besucherverkehr ist nur sehr vereinzelt und über eine vorhergehende telefonische Anmeldung möglich. Wie arbeitet eigentlich die Rathausverwaltung in der Pandemie?

"Bereits während der ersten Welle der Pandemie im ersten Halbjahr 2020 befanden sich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Aalen teilweise oder ganz im Homeoffice", berichtet der städtische Pressesprecher Sascha Kurz. "Dies wurde vor allem genutzt, um Teams zu trennen, das Infektionsrisiko im Büro zu senken und um die Funktionsfähigkeit von Ämtern und Dienststellen sicherzustellen." Insgesamt seien damals in kürzester Zeit rund 130 Homeoffice-Möglichkeiten geschaffen worden.

Über gesicherte Datenverbindungen sei es möglich, auf die Server der Stadt Aalen zuzugreifen. Neben dem Kauf von Hardware seien damals entsprechende Geräte auch befristet angemietet worden.

Die aktuelle Homeoffice-Quote:

Kurz: Aktuell sind bei der Aalener Stadtverwaltung rund ein Drittel der Bediensteten im Rathaus im Homeoffice. Die Mitarbeiter in den Büros wurden zudem räumlich entzerrt.

Wie sind die Mitarbeiter im Homeoffice ausgestattet worden?

Derzeit sind rund 230 Laptops bei der Stadt Aalen im Einsatz. Die Nutzer dieser Geräte können mit einem einmaligen kleinen zeitlichen Vorlauf kurzfristig im Homeoffice arbeiten. Der Zugang zum Netzwerk erfolgt in der Regel über VPN (Virtual Private Network). Bezüglich des Datenschutzes wurden die Mitarbeiter unterwiesen und waren aufgefordert, Unterlagen im Homeoffice für Dritte nicht zugänglich aufzubewahren.

Gibt es auch Kurzarbeit im Kernbereich der Verwaltung?

Generell ist zu sagen, dass erstmals im Öffentlichen Dniest durch die Einigung der Tarifvertragsparteien im April 2020 die Möglichkeit auf Kurzarbeit in der Verwaltung eröffnet wurde. Dies wurde im Tarifvertrag Covid festgeschrieben. Die Kernbereiche der Verwaltung sind seit Beginn der Pandemie ohne Einschränkungen weitergelaufen, weshalb dort auch keine Kurzarbeit angemeldet wurde. Beispielsweise in der gesamten Bauverwaltung, im Ordnungsamt, der Wirtschaftsförderung und im Sozialamt.

Welche Bereiche sind von Kurzarbeit betroffen?

Anträge auf Kurzarbeit haben wir derzeit für folgende Bereiche gestellt: Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten, Schulkindbetreuung, Schulsozialarbeit, Heilpädagogischer Fachdienst, aalen.kultur&event, Limesmuseum, Tourist-Information, Tiefer Stollen, Theater der Stadt Aalen, Bürgerspital, Schulsekretariate, Reinigungskräfte und für die Stadtbibliothek.

Wie viele städtische Mitarbeiter sind von Kurzarbeit betroffen?

Insgesamt arbeiten in den von Kurzarbeit betroffenen Bereichen 372 Personen. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen sind, können wir erst zu einem späteren Zeitpunkt sagen, wenn die Zeiterfassungsbelege erfasst und ausgewertet sind. Dies ist bei der Stadtverwaltung – wie in allen anderen kurzarbeitenden Betrieben auch – erst genau berechenbar, wenn die Kurzarbeitsgelder mit der Agentur für Arbeit abgerechnet sind.

Gibt es unter den städtischen Mitarbeitern derzeit nachgewiesene Covid-19-Infektionsfälle?

In der Kernverwaltung mit insgesamt über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren seit Frühjahr 2020 insgesamt neun Personen infiziert. Insgesamt 91 Freistellungen gab es wegen Anordnung von Quarantäne. Aktuell sind drei Mitarbeiter in Isolation, davon einer infiziert.

Welche Verordnungen gelten für Mitarbeiter innerhalb des Rathauses?

Hier gelten die Regelungen der Corona-Verordnung und speziell der Arbeitsschutzstandard Covid-19. Die Personenzahl in Besprechungszimmern ist limitiert – seit Mitte Januar gilt die 10-Quadratmeter-Regelung. Hinzu kommen Abstandsmarkierungen in Büros, Beschaffung von CO2-Messgeräten für alle Besprechungszimmer, Spuckschutz, Plexiglasabtrennungen, Desinfektionsspender auf jedem Stockwerk sowie Teamtrennung durch Homeoffice und Erweiterung des Arbeitszeitrahmens auf 5.30 bis 22 Uhr.

Inwieweit ist der Zugang zum Rathaus für Publikumsverkehr eingeschränkt?

Der Zugang zum Rathaus ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Dies ist auch auf der Homepage der Stadt so kommuniziert seit dem 16. Dezember. Termine können mit den einzelnen Ämtern telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden.

Im Bürgeramt des Aalener Rathauses sind zwei Telefonnummern für die Terminvereinbarung geschaltet (07361) 52-1087 und 52-1097.

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