Wie das Dekanatsgebäude saniert wird

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Das Dekanatsgebäude am Südlichen Stadtgraben muss saniert werden. Für das Dekanatsamt, das Gemeindebüro Pfarramt Mitte II, die Familienbildungsstätte und die Kindergartenfachberatung muss bis Herbst 2021 eine Interimslösung organisiert werden.
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Dekan Ralf Drescher präsentiert die Pläne für die Ertüchtigung des denkmalgeschützten Bauwerks und der Außenanlage. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, welche Neuerungen es gibt.

Aalen

Das evangelische Dekanat muss dringend saniert werden. In diesem Zusammenhang soll es zu einem zentralen Dekanats- und Pfarramtsgebäude umgebaut werden. Nach jetzigem Stand wird die evangelische Kirchengemeinde 1,2 Millionen Euro in das denkmalgeschützte Gebäude und die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Außenanlage investieren. Im Sommer 2023 soll das Areal ertüchtigt sein. Die Pläne und den zeitlichen Rahmen stellt Dekan Ralf Drescher in einem Gespräch jetzt vor.

Die Bauvoranfrage bei der Stadtverwaltung ist gestellt. Damit ist das Vorhaben auf den Weg gebracht. "Die Baumaßnahme ist Teil unseres Gemeinde- und Immobilienkonzepts", schickt der Dekan voran und spricht vom Rückgang der Gemeindeglieder und davon, dass die Gemeindearbeit nicht unter der wirtschaftlichen Last durch die kirchlichen Gebäude leiden dürfe.

"Der maßgebliche Grund für die Entscheidung, das Dekanatsgebäude zu sanieren, besteht darin, dass es in Aalen schon immer als zentrale Anlaufstelle für alle Belange der Kirchengemeinde gilt", sagt der Dekan. Drescher spielt aber auch auf Historisches an: Das gut 200 Jahre alte Dekanatsgebäude in der Dekanstraße sei Zeichen für ein in der Vergangenheit evangelisch geprägtes Aalen. "Deshalb sanieren wird das Gebäude auch gerne", betont Drescher.

Dass die Sanierung komplex ist und möglicherweise Überraschungen parat hält, verhehlt er nicht. Die Arbeiten müssen mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt sein. "Da ist nicht nur der Zugang festgeschrieben, sondern auch, wo im Garten Bäume stehen müssen", nennt Drescher Beispiele. "Das ist eine echte Herausforderung" so Drescher in diesem Zusammenhang zu der Schaffung von Parkplätzen und "in der Abwägung der Interessen des Denkmalschutzes die Barrierefreiheit sowie die energetische Ertüchtigung des Gebäudes."

Das Raumkonzept: Im Erdgeschoss ist ein offenes, barrierefreies Gemeindebüro, das Dekanatsamt sowie ein Besprechungsraum geplant.

Das ist eine echte Herausforderung.

Ralf Drescher Dekan

Im Obergeschoss will man innovative Wege gehen. Dort sollen die Pfarrbüros der übrigen Pfarrämter untergebracht sein. So hätten alle Pfarrpersonen der evangelischen Kirchengemeinde ihre Amtszimmer in einem Gebäude. "Das ist ein Entwurf, der landeskirchlich gesehen völlig neu ist und der der Kirchenleitung in Stuttgart alles abverlangt hat", sagt Drescher mit Blick auf die bisherige Residenzpflicht der Seelsorger und die ihnen zugeordneten Pfarrämter. Die neue Struktur mit einer Zentrale bedeute eine bessere Kooperation und Kommunikation. "Und wir sind inmitten der Stadt dann strategisch gut aufgestellt."

Im Dachgeschoss soll das evangelische Jugendwerk des Kirchenbezirks Aalen mit Büro und Aufenthaltsräumen untergebracht werden.

Die Zeitschiene: Nachdem die Bauvoranfrage bei der Stadt liegt, geht Dekan Drescher davon aus, dass im Herbst 2021 die Planungen abgeschlossen sind. Bis dahin müsse man eine Interimslösung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Büros organisieren. Die Sanierung soll im Frühjahr 2022 begonnen werden. Ein gutes Jahr später, im Sommer 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Kosten: Ralf Drescher nennt geschätzte Kosten von 1,2 Millionen Euro, die die Landeskirche mit 40 und der Kirchenbezirk mit etwa 7 Prozent sowie das Landesdenkmalamt bezuschussen.

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Dekan Ralf Drescher zeigt die Pläne für die Sanierung des Gemeindehauses und den geplanten Innenumbau.
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