Wie das Weihnachtsland in Aalen stattfinden kann

+
Der Aalener Weihnachtsmarkt. Wird es im zweiten Jahr mit Corona klappen?
  • schließen

In Aalen, Ellwangen und Gmünd laufen die Planungen für Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen. Auf was sich Besucher einstellen müssen.

Aalen

Trotz anhaltender Corona-Pandemie: Die Zeichen stehen gut, dass es in diesem Jahr erstmals seit zwei Jahren wieder ein Aalener Weihnachtsland auf dem Spritzenhausplatz geben wird. Betreiber und Organisator Georg Löwenthal befindet sich eigener Aussage zufolge in konkreten Planungsgesprächen mit der Aalener Stadtverwaltung, die das Weihnachtsland vom 22. November bis 23. Dezember befürworte.

„Wir freuen uns, wenn mit dem Aalener Weihnachtsmarkt wieder ein weiteres Stück Normalität einkehrt“, sagt Stadtsprecherin Karin Haisch. Allerdings seien die geltenden Auflagen und Vorgaben der Corona-Verordnung einzuhalten; wie etwa die Maskenpflicht und 3G-Zugangskontrollen mit Kontaktnachverfolgung bei den Speisen- und Getränkehütten. Wenn dies alles gewährleistet sei, so Haisch, könne dann grundsätzlich auch Alkohol ausgeschenkt werden.

Die Pandemie stellt Georg Löwenthal, der das Aalener Weihnachtsland seit 2006 als Privatunternehmer stemmt, in diesem Jahr vor eine ganz neue und große Herausforderung. Denn: Da Corona auch seinen Schaustellerbetrieb in eine knapp zweijährige Arbeitslosigkeit gezwungen hat, fehlt ihm nun Personal für den Auf- und Abbau; besonders für die Montage der Lichtdekoration, für die Verlegung des Holzbodens und der Versorgungsleitungen. „Wir haben keine Mitarbeiter mehr“, macht Löwenthal deutlich, der in diesem Punkt auf eine einmalige Unterstützung der Stadt Aalen hofft.

Eins ist schon gewiss: Die große hell erleuchtete Pyramide wird das Aalener Weihnachtsland erstmals nicht mehr überstrahlen. „Ich habe sie verkauft“, bekennt Löwenthal auf Nachfrage. „Schon im vergangenen Jahr. Weil ich ja nicht wusste, wie es weitergeht.“ Und noch etwas steht fest: Pandemiebedingt wird es diesmal keine Bühne mit Livemusik und Gesang geben.

„Aber trotz allem hab ich nochmal Lust auf den Aalener Weihnachtsmarkt“, stellt Löwenthal klar.

Was Schwäbisch Gmünd macht: Auch hier gibt es erstmals wieder ein Weihnachtsmarkt; vom 25. November bis 21. Dezember, wie üblich auf dem Marktplatz und Johannisplatz. Das bestätigt der städtische Eventmanager Robert Frank. Und auch Gmünd verzichtet auf ein musikalisches Rahmenprogramm und auf die Bühne vor dem Rathaus.

Was Ellwangen macht: „Wir wollen unseren Weihnachtsmarkt unbedingt“, bekundet Thomas Steidle, Leiter des Ellwanger Ordnungsamtes. Als Termin gesetzt ist der 3. bis 5. Dezember, das zweite Adventswochenende; wie üblich in der Fußgängerzone.

Die Regeln und Kontrollen in der Theorie: Gleichzeitig mit der offiziellen Bekanntgabe, dass Weihnachtsmärkte in diesem Jahr wieder möglich sein werden, hat das Sozialministerium Baden-Württemberg vor einer Woche auch klare Regeln für Betreiber und Besucher bekannt gegeben. So gilt auf den Weihnachtsmärkten generell Maskenpflicht. Zudem soll es Zugangskontrollen geben, um zu überprüfen, ob die Besucherinnen und Besucher entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Wenn der Markt nicht umzäunt ist, könnten bereits überprüfte Besucher ein Bändchen für das Handgelenk bekommen. Das sie dann für Speisen und Getränke, also am Glühwein- oder Bratwurststand, vorzeigen müssen.

Wie man die Kontrollen in der Praxis umsetzen will: Eine Umzäunung ihrer Weihnachtsmärkte inmitten der Innenstadt kommt für die Ostalb-Städte nicht infrage. „Zumal die Innenstadt durchgängig bleiben muss für die Kunden der Einzelhandelsgeschäfte, für Ärzte und Dienstleister“, erläutert etwa der Eventmanager der Stadt Schwäbisch Gmünd, Robert Frank. Die Weihnachtsmarkt-Organisatoren in Gmünd, Ellwangen und Aalen favorisieren daher die Bändchenlösung. An Kontrollstellen vor Ort sollen die Besucherinnen und Besucher auf die 3Gs überprüft werden und entsprechend ein Bändele ans Handgelenk bekommen, das ihnen den Verzehr von Getränken und Speisen vor Ort erlaubt. Das bedeute, dass jeder Standbetreiber dringlich gebrieft werden müsse, betont Frank. „Ihr dürft nur Glühwein, Bratwurst & Co. verkaufen an diejenigen, die ein Bändele vorzeigen.“

Der Aalener Weihnachtsmarkt. Wird es im zweiten Jahr mit Corona klappen?
Der Aalener Weihnachtsmarkt. Wird es im zweiten Jahr mit Corona klappen?
Der Aalener Weihnachtsmarkt. Wird es im zweiten Jahr mit Corona klappen?

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare