Wie der Innenstadt-Handel sich ins Jahr 2022 kämpft

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Die Sonne lacht und die Menschen kommen in die Innenstadt. Doch die jüngsten Corona-Verordnungen haben dem Weihnachtsgeschäft schwer zugesetzt, so die Innenstadt-Händler.
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Der Innenstadt-Marketingverein ACA zeigt sich vorsichtig positiv gestimmt - auch wenn das Weihnachtsgeschäft enttäuscht.

Aalen

Wir werden das Jahr 2022 positiv angehen, trotz Pandemie, denn wir fühlen viel Solidarität zwischen unseren Mitgliedern und von den Kunden. Das sagen übereinstimmen Josef Funk, Vorsitzender des Innenstadtvereins Aalen City aktiv (ACA), und Citymanager Reinhard Skusa im Hinblick auf das kommende Jahr.

Zuversicht gibt ihnen dabei auch die Bilanz des zu Ende gehenden Jahres. „Das Jahr 2021 war ein schwieriges mit dem anfänglichen Lockdown“, sagte Josef Funk bei einem Pressegespräch.

„Mit der Öffnung danach kam sofort wieder eine sehr positive Stimmung bei unseren Kunden und den Geschäftsinhabern auf“, ergänzte er. Es habe keine Schließung direkt wegen Corona-Auswirkungen gegeben, betroffene Geschäfte hätten schon vorher Probleme gehabt. „In der Gastronomie gab es Probleme, weil viel Personal plötzlich aus den unterschiedlichsten Gründen fehlte“, sagte er. Die Händler hätten Ideenreichtum gezeigt, mit Aktionen wie „Click & Collect“ oder ähnlichen Dingen. Allerdings seien die Anordnungen für Einzelhändler und Supermärkte einfach nicht gleich gewesen. „Aber die Politik hat uns mit finanziellen Hilfen sehr unterstützt“, betont er.

Der Mix lockt in die City

„Wir haben viele erfolgreiche Formate entwickelt, wie eine viel gesehene Online-Modenschau, die Aktion ,Einkaufen wie im Urlaub´, und wir haben von der Stadt mehr Außenflächen genehmigt bekommen“, führt Reinhard Skusa aus. Und nennt viele weitere Aktionen, die die Kunden wieder in die Stadt gelockt haben, wie den Erlebnisherbst, Kunst- und Parkaktionen. „Unsere Leistung wird von Geschäftsinhabern und Stadtverwaltung sehr anerkannt und unterstützt“, ergänzt er. Man habe auch immer Gehör bei den Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier (SPD) und Roderich Kiesewetter (CDU) gefunden, sagen Skusa und Funk.

Vieles bei der Arbeit hätten die Corona-Verordnungen bestimmt, sagt Myriam Henninger, stellvertretende Citymanagerin. Man habe diese den Geschäftsinhabern „übersetzt“, Hilfe bei der Umsetzung geboten und Ideen dazu entwickelt, Teststationen organisiert und das Bänderkonzept zum einfacheren Einkaufen. „Sehr erfolgreich ist der Citygutschein“, ergänzt sie.

Wichtig ist für den ACA der gute Mix aus Vielfalt an Geschäften und deren Angeboten, der Gastronomie und dem Flair der Innenstadt. „Wir brauchen jeden Mosaikstein, das gibt es nicht oft in der Region“, betont der ACA-Vorsitzende.

Weihnachtsgeschäft bricht ein

Ein erneuter Lockdown würde die Geschäfte und die Gastronomen aber hart treffen, fürchten alle drei. Bereits die jüngsten Verordnungen hätten das Weihnachtsgeschäft um rund 30 Prozent gemindert, sagt Funk. „Die Weihnachtssamstage waren enttäuschend“, bedauert er.

Das Pfund der Geschäfte sei die Kundenbindung, die Solidarität und Verbundenheit der Aalener mit Handel und Gastronomie. Beratung und Ansprache seien dafür wichtig. „Wir haben vieles richtig gemacht, und hoffen, dass uns die Vielfalt erhalten bleibt“, sagt Skusa. Neue Geschäfte seien gekommen, trotz Pandemie, und hätten sich angekündigt. „Aalen ist eine lebendige Stadt mit einem tollen Mix“, schließt Josef Funk.

Die Weihnachtssamstage waren enttäuschend.“

Josef Funk, ACA-Vorsitzender
  • ACA-Aktionen: Das Rad rollt
  • Aalen. Für das Jahr 2022 kündigt Citymanager Reinhard Skusa einige Aktionen in Aalens guter Stube an. „Das Fahrrad steht dabei im Mittelpunkt“, knüpft er eine Verbindung zum geplanten Weltcup-Rennen in der Innenstadt. Es werde bei der Aktion „Aalen City blüht“ im nächsten Sommer ebenso Thema sein wie bei den verkaufsoffenen Sonntagen und anderem mehr.je
Die Sonne lacht und die Menschen kommen in die Innenstadt. Doch die jüngsten Corona-Verordnungen haben dem Weihnachtsgeschäft schwer zugesetzt, so die Innenstadt-Händler.
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