Wie die St.-Maria-Aktion Grauleshofschüler motiviert

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Schülerinnen und Schüler der Grauleshofschule haben für die Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth Text geschrieben, diese künstlerisch gestaltet und sie jetzt übergeben.

Kontakte schaffen trotz Corona - wie geht das? So begeistert die Aktion "Stift und Papier".

Aalen. Seit Mitte März fühlen sich viele alte Menschen einsam und allein. Sie können aufgrund von Corona nicht so am Gemeindeleben teilnehmen, wie sie es gewöhnt waren. Die Isolation ist besonders schmerzhaft, weil wohltuende Besuche ausbleiben. Telefonieren kann man, aber Begegnungen bleiben aus. So hat sich das Förderteam St. Maria überlegt, durch die Aktion "Stift und Papier" Kontakte gegen soziale Vereinsamung zu schaffen. Junge Leute schreiben alten und kranken Menschen einen Brief, um Optimismus und Freude zu verbreiten.

Das hat die Klasse 4 a von Gabriele Tetzner motiviert, sich an der Aktion zu beteiligen. Es wurden schöne Gedichte, interessante Texte und nette Geschichten geschrieben, die die Schüler künstlerisch verschönert haben. Die Klasse 4 b von Rektor Wolfgang Becker steuerte Hefte mit Eulenspiegelgeschichten bei.

Die Kopien dieser Werke, die gute Laune bringen, wurden in Klarsichtfolien in einem dicken Ordner gesammelt und am Mittwoch der Heimleitung von St. Elisabeth, Christine Baum, den Heimbeiräten Luzia und Irmgard Brenner sowie Klaus Feil übergeben. Christine Baum erläuterte, dass dieser Ordner für die Arbeit mit den alten Menschen sehr kostbar sei. Immer wieder können nun die Bewohner darin lesen und blättern oder sich vorlesen lassen.

Alle Anwesenden warteten nun gemeinsam mit den Beiräten und den Betreuungsassistenten Bernd Stirner und Michael Winter vor St. Elisabeth gespannt auf die Schüler, die mit ihren Lehrerinnen Gabriele Tetzner und Petra Obele den Weg kamen.

Die Schüler hatten ein Sommergedicht auswendig gelernt und trugen es in drei Gruppen vor. Das sorgte für große Freude. Anschließend übergaben die Schüler den prall gefüllten Ordner mit den Texten und Bildern.

Die Originale werden in bunt gestalteten Briefumschlägen nun an Menschen, die sich darüber freuen, weitergeleitet. Birgit Schloßmacher nahm diese Briefe in Vertretung für das Förderteam von St. Maria entgegen. "Die Schüler haben so nicht nur eine Schreibübung in Deutsch abgearbeitet, sondern mit jeder Zeile etwas Gutes getan und somit dazu beigetragen, dass wir uns in Zeiten von "Social Distancing" wieder aufeinander zubewegen und gegenseitig eine Freude machen", war das Fazit des Tages. In der Hoffnung, dass diese vorbildliche Aktion Nachahmer findet und sich noch mehr Menschen an dieser Aktion beteiligen, gilt der besondere Dank den fleißigen Schülern der Klassen 4 a und 4 b und dem Engagement von Gabriele Tetzner.

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