Wie eine Ministerin Vorfreude auf den Kirchentag in Nürnberg verbreitet

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Zur Einstimmung auf den evangelischen Kirchentag vom 7. bis 11. Juni kommenden Jahres in Nürnberg kam Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut nach Aalen. Im Bild von links: Landrat Dr. Joachim Bläse, Thilo Rentschler, Dekan Ralf Drescher, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Pfarrer Bernhard Richter.
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Nicole Hoffmeister-Kraut stimmt die Aalener Christen auf den 38. Evangelischen Kirchentag ein. Was Sie über das Großereignis im Juni 2023 wissen sollten.

Aalen

Vorfreude auf den 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg im Juni kommenden Jahres – die hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut im evangelischen Gemeindehaus versprüht. Ihr zur Seite stand Pfarrer Bernhard Richter, der mit viel Emotion Werbung machte für die wichtige kirchliche Veranstaltung vom 7. bis 11. Juni in Mittelfranken unter der Losung „Jetzt ist die Zeit“ (Mk 1,15).

Wie kommt eine Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus dazu, für die Aalener Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) den Auftakt zum evangelischen Kirchentag in Nürnberg zu machen? Ganz einfach: Nicole Hoffmeister-Kraut war zwölf Jahre evangelische Kirchengemeinderätin. Jetzt ist sie Teil des 15 Mitglieder zählenden Kirchentagpräsidiums, das unter anderem bestimmt, wo Kirchentage stattfinden. „Und ich bin bekennende, tiefgläubige Christin“, betonte die CDU-Politikerin aus Balingen während des Abends im Gemeindehaus.

„Der Kirchentag in Nürnberg ist ein Großereignis, der Menschen zusammenbringt“, sagte Nicole Hoffmeister-Kraut, um dann die Themen vorzustellen, mit denen sich die voraussichtlich bis zu 2000 Programmpunkte im Juni befassen werden.

Denn ein Kennzeichen der evangelischen Kirchentage ist grundsätzlich ihr Bezug zu aktuellen Themen. So stehen, wie Hoffmeister-Kraut erläuterte, im kommenden Jahr die Nachhaltigkeit, die globale Sicherheit- und Wirtschaftsordnung sowie die offenen Zukunftsfragen der christlichen Kirchen im Fokus.

Friedenspolitik und Klimakrise

Dazu passe das Motto des Kirchentags, „Jetzt ist die Zeit“, perfekt. Diese müsse man nutzen. Es gehe darum, dass das Christentum bei Fragen zur Friedenspolitik, zur Klimakrise und zur Zukunft Orientierung biete.

Frage der Solidarität

Nicole Hoffmeister-Kraut schlug dabei den Bogen zur Gemeinschaft und zur Solidarität der Menschen untereinander und sparte den „brutalen Angriffskrieg Putins, mit dem dieser Grenzen überschritten hat,“ nicht aus. „Unser göttlicher Auftrag ist es, die Erde zu erhalten“, sagte die Ministerin und verwies damit auf Papst Franziskus und dessen Enzyklika „Laudato si“. „Der Kirchentag ist das Forum für brennende Fragen“, so Hoffmeister-Kraut weiter. Es sei höchste Zeit, sich zu besinnen, sich auszutauschen und Neues zu denken. Man könne sich gemeinsam auf den Weg zum Kirchentag machen – um teilzunehmen und um ihn selbst zu gestalten.

Spannung vor der Haustüre

Das sich auf den Weg machen, stellte Pfarrer Bernhard Richter, Vorsitzender der ACK Aalen, in den Mittelpunkt seiner emotionalen Einführung. Dabei erinnerte der evangelische Theologe an vergangene Kirchentage in Nürnberg – den katholischen 1931 und den evangelischen 1979 – schlug aber auch den Bogen zu den fünf erfolgreichen ökumenischen Kirchentagen in Aalen zwischen 2005 und 2020. „Jetzt ist wieder Zeit, dass in Nürnberg ein Kirchentag stattfindet“, sagte Richter. Der Theologe sprach von einem großen Ereignis, direkt vor der Haustüre, von spannenden Themen und bereichernden Begegnungen.

„Jetzt ist die Zeit“

In dieser Zeit, Landrat Dr. Joachim Bläse spielte auf das Motto „Jetzt ist die Zeit“ an, brauchten die Menschen Halt. Die fänden sie in den Kirchen mit ihrem umfassenden diakonischen Engagement.

Dekan Ralf Drescher dankte Hoffmeister-Kraut und mahnte alle, in dieser Zeit wachsam zu bleiben.

Der Posaunenchor unter Dirigent Wolfgang Böttiger umrahmte den Abend musikalisch.

Der 38. Deutsche Evangelische Kirchentag findet von 7. bis 11. Juni in Nürnberg statt. Der Ticketverkauf hat begonnen. Infos zur Teilnahme und Unterkunft gibt es unter www.kirchentag.de online.

Pfarrer Bernhard Richter begrüßte die Gäste im evangelischen Gemeindehaus. Der Aalener Theologe erinnerte emotional an vergangene Kirchentage - auch in Aalen.
Nicole Hoffmeister-Kraut ist Teil des 15 Mitglieder zählenden Kirchentagpräsidiums, das unter anderem bestimmt, wo Kirchentage stattfinden. Jetzt war sie in Aalen.
Vor circa 50 Gästen sprach Nicole Hoffmeister-Kraut im evangelischen Gemeindehaus.
Nicole Hoffmeister-Kraut betonte: „Der Kirchentag in Nürnberg ist ein Großereignis, der Menschen zusammenbringt“
Für die musikalische Begleitung sorgte der Posaunenchor.
Grußwort des Landrats Dr. Joachim Bläse.
Zur Einstimmung auf den 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2023 in Nürnberg kam Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut nach Aalen. Eingeladen hatte die ACK.
Pfarrer Bernhard Richter freute sich, Nicole Hoffmeister-Kraut im evangelischen Gemeindehaus begrüßen zu dürfen.

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