Frage der Woche

Wie kam das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft zustande?

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Frage der Woche: Wie kam das frühe Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft zustande?

Ist die Mannschaft zu schwach, lag es am Trainer oder gar an taktierenden Spaniern?

Aalen. Die Schwäbische Post fragte Passanten in der Aalener Innenstadt, warum für die deutsche Mannschaft schon wieder nach der Vorrunde Schluss war und wie es nun beim DFB weitergehen soll.

Alexander Hochhalter (26), Sportartikelfachverkäufer aus Aalen

Alexander Hochhalter

"Die deutsche Mannschaft hat es nicht gestern vergeigt, sondern am ersten Spieltag gegen Japan. Ich bin der Meinung, dass in diesem Spiel der Bundestrainer falsch aufgestellt hat. Joshua Kimmich hätte in meinen Augen gleich auf der rechten Seite spielen sollen. Ich fand es auch nicht richtig, dass Schlotterbeck in der Innenverteidigung spielen durfte. Mir fehlt einfach der Kern in der Mannschaft, auf den man sich immer verlassen kann, der sollte in den kommenden Jahren zwingend entstehen."

Andreas Jentschke (57), Einzelhandelskaufmann aus Giengen an der Brenz

Andreas Jentschke

"Der Trainer sollte noch nicht wieder gehen müssen, da er ja zum ersten Mal Trainer bei so einem großen Turnier war. Die deutsche Nationalmannschaft ist einfach nicht mehr so ein eingeschworenes Team wie noch vor Jahren. Es gibt zwar ein paar Ausnahmen, aber die meisten Spieler müssten mit mehr Teamgeist und mehr Ehrgeiz auftreten. Im letzten Spiel glaube ich aber auch, dass es von Spanien viel Taktik war und sie locker gegen Japan hätten gewinnen können."

Sabine Grimm (57), Floristin aus Aalen

Sabine Grimm

"Auch wenn das Ausscheiden natürlich eine große Enttäuschung ist, denke ich nicht, dass man der Mannschaft so viel vorwerfen kann. Das Spiel gegen Spanien war gut und im letzten Spiel haben sie ja dann auch gewonnen. Die zweite Halbzeit gegen Japan war letztlich der Grund für das Aus in der Vorrunde. Dem Bundestrainer würde ich nach seinem ersten großen Turnier noch nicht das Vertrauen entziehen und darauf vertrauen, dass in zwei Jahren bei der Heim-EM der Erfolg wieder zurückkehren wird."

Lea Seibold (18), FSJlerin aus Unterkochen

Lea Seibold

"Ich denke es lag auch daran, dass zu wenig Wille da war und Gegner teilweise unterschätzt wurden. Vorne war die Chancenverwertung viel zu schwach und zudem war die Mannschaft sehr konteranfällig und hat inkonsequent verteidigt. Natürlich war auch eine gewisse Portion Pech dabei, aber die Leistung der Spieler hätte definitiv besser sein müssen. Im Trainerteam würde ich jetzt noch nichts verändern, allerdings würde ich noch mehr auf frisches Blut setzen und weniger an alten Spielern und Mustern festhalten."

Julius Bäumel (27), Angestellte aus Bartholomä

Julius Bäumel

"In meinen Augen ist es bei der deutschen Mannschaft kein Problem der fehlenden fußballerischen Qualität, sondern eher eine Problematik fehlender Führungsspieler. Man wurde das Gefühl nicht los, dass Spieler anderer Nationalmannschaften noch mehr für dieses Turnier gebrannt haben. Man sollte jetzt trotzdem nicht durchdrehen, es gibt gute Spieler im Kader, allerdings müssen jetzt Spieler mehr in Führungsrollen hineinwachsen wie bei den letzten großen Erfolgen, als man mit Schweinsteiger, Lahm, Boateng oder Klose immer Spieler hatte, die vorangegangen sind."

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