Wie sich ein Fitnessstudio bereit macht für seine Kunden

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Fitnesscoach Martin Neumaier und Vita-Sports-Inhaber Dorian Haas bereiten sich auf die Öffnung des Studios vor. Dazu haben sie Luftfilter gekauft.
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Die ersten Lockerungen machen Besitzern wie Dorian Haas von Vita Sports Hoffnung. So bereitet er sich auf die Zeit nach dem Lockdown vor.

Aalen

Es gibt jetzt immerhin mal einen Fahrplan", sagt Dorian Haas. Der große Sprung ist das noch nicht, doch ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht. "Man tut das Beste und muss flexibel bleiben."

Dorian Haas ist Inhaber des Gesundheits- und Fitnesszentrums Vita Sports und denkt schon längst an übermorgen. An den Tag, an dem er endlich wieder die Türen für seine Kunden öffnen kann. Ein Hygienekonzept steht längst – noch vom ersten Lockdown lag es bereit in der Schublade und wartet nur darauf, in die Tat umgesetzt zu werden. Zudem hat sich der Unternehmer für sein rund 6000 Quadratmeter großes Studio fünf Luftfilter gekauft und bereits installiert.

Aufmerksam auf die "Plasma Made Air Cleaner" wurde Haas bei einer Veranstaltung. Schnell setzte er sich mit Klaus Weigert zusammen. Bei der Firma Weigert Industrievertretung, die ihren Sitz in Bartholomä hat, kaufte Haas die Filter. "So haben wir auch ein Unternehmen aus der Region gefördert. Zudem ist es der einzige Luftfilter, der nicht im Labor, sondern direkt im Fitnessstudio getestet wurde." 98 Prozent der Aerosole sollen aus der Luft gefiltert werden, so der Betreiber.

Sport ist sehr wichtig.

Martin Neumaier Fitnesscoach

In Kombination mit dem ausgeklügelten Hygienekonzept kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, ist man sich sicher – eigentlich. Die Öffnung lässt trotzdem noch etwas auf sich warten. Haas hofft, dass er am 22. März eventuell wieder öffnen kann. Denn: "Wenn man unsere mit anderen Branchen vergleicht, sind hier viele gute Voraussetzungen gegeben." Mit dem elektronischen Check-in lasse sich zu jeder Zeit sagen, wer wann trainiert hat. Über eine studioeigene App lassen sich Termine einfach online buchen. Mit separaten Ein- und Ausgängen, mehreren Desinfektionsmöglichkeiten, begrenzter Teilnehmerzahl in Kursen, Abstand zwischen den Geräten und dem regelmäßigen Lüften fühlt sich das Vita Sports gut vorbereitet, wie Haas sagt. "Auch unsere Kunden haben sich sehr sicher gefühlt und nach der Wiedereröffnung im Juni ein gutes Gefühl gehabt", so Haas.

Die erneute Schließung sei absehbar gewesen, jedoch nicht in dieser Länge. Und das gerade in diesen Zeiten, in denen Sport so wichtig ist. "Studien haben belegt, dass die Menschen seit dem Lockdown zugenommen haben, dass ein Fitness- und Gesundheitsprogramm fehlt", erklärt Fitnesscoach Martin Neumaier. Das viele Sitzen im Homeoffice, die fehlende Bewegung des Alltags fördere Rückenbeschwerden. Gerade bei Senioren könnte sich dieser Stillstand negativ auf den Alterungsprozess auswirken. "Ganz objektiv: Sport ist sehr wichtig", sagt Neumaier. Sport sei das A und O für einen gesunden Lebensstil und könne sämtliche Erkrankungen präventiv vorbeugen oder deren Verlauf positiv beeinflussen. Die Inzidenzen geben den Sportlern wieder Hoffnung. Doch Neumaier macht deutlich: "Wir brauchen bis zur Öffnung doch etwas Vorlauf."

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