Wilhelm-Zapf-Straße: Baustopp aufgehoben

+
Im Zuge der Sanierungsarbeiten am Gebäude Wilhelm-Zapf-Straße 9 wurde das Kupfertürmle abgenommen.
  • schließen

Warum das Gebäude Nummer 9 nicht mehr unter Denkmalschutz steht.

Aalen. Der Kupferturm auf dem Gebäude Wilhelm-Zapf-Straße 9 prägt das Erscheinungsbild dieser nahe am Aalener Bahnhof gelegenen Straße. Passanten bietet sich derzeit eine etwas ungewöhnliche Ansicht. Denn aufgrund der nun fortschreitenden Sanierung des einst denkmalgeschützten Gebäudes wurde das Kupfertürmle abgenommen.

Vor einigen Jahren bereits hatte die Sanierung eines privaten Investors bereits für Schlagzeilen gesorgt. Denn es handelt sich um ein historisches Gebäude, das unter Denkmalschutz stand. Wie sich damals im Zuge der Recherche herausstellte, hatte der Eigentümer nicht alle Änderungen mit der Denkmalbehörde abgestimmt.

Alsdann hatte die Stadt Aalen einen Baustopp verhängt und sogar gedroht, das Haus zu versiegeln, sollte dort weiter gebaut werden. Das Landesamt für Denkmalpflege wurde eingeschaltet, um die Auswirkungen auf die kulturell schützenswerten Eigenschaften des Gebäudes prüfen zu lassen.

Jetzt scheint der Eigentümer die Sanierungsarbeiten wieder aufgenommen zu haben. „Der verhängte Baustopp ist aufgehoben“, bestätigt die städtische Pressesprecherin Karin Haisch. Der Verstoß gegen den Denkmalschutz sei mit einem entsprechenden Bußgeld geahndet worden. Haisch: „Aufgrund der erfolgten ungenehmigten Eingriffe, steht das Gebäude jetzt nicht mehr unter Denkmalschutz und das Bauvorhaben muss nur noch baurechtlichen Vorschriften genügen.“

Bombardement im April 1945

Ein Blick in die Historie, in die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs: Die Wilhelm-Zapf-Straße, damals Olgastraße, hatte es beim Bombardement auf das Bahnhofsgelände am 17. April 1945 knüppeldick abbekommen. Dabei wurde unter anderem auch das Eckhaus (auf dem Foto das hellblaue Haus), früher Metzgerei Meidert, und das Nachbargebäude (gelb) erheblich beschädigt. Das Haus mit dem Kupfertürmle überstand das Bombardement ohne größere Blessuren. 

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

Kommentare