Wo die „Zweite Liebe“ sesshaft wird

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Ab kommenden Freitag sind Maike Merz und Cerstin Hafner mit der „Zweiten Liebe“ im Spiegler Areal zu finden. Foto: opo
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Der „Second Hand & Vintage Market“ von Maike Merz und Cerstin Hafner zieht in den Westlichen Stadtgraben ins ehemalige Spiegler-Areal. Vom Pop-Up-Store zum Nachhaltigkeitsprojekt.

Aalen

Die „Zweite Liebe“ zieht um. Just zu den Reichsstädter Tagen, am Freitag, 9. September, eröffnet der von Maike Merz und Cerstin Hafner betriebene „Second Hand & Vintage Market“ im früheren Opel-Spiegler-Areal im Westlichen Stadtgraben. Was vor vier Jahren mit einem überschaubaren Secondhand-Zwei-Tages-Event im ehemaligen Binder-Optik-Laden in der Reichsstädter Straße begann, hat sich längst zu einem festen Geschäftszweig des ZeitRaum im Kubus entwickelt.

„Schon von Beginn an haben uns die Kunden einen großen Bedarf signalisiert. Nicht nur, weil Secondhand im Trend liegt. Sondern vor allem auch wegen des Nachhaltigkeitsgedankens. Aus dem Bewusstsein heraus, dass ein Kleidungskauf aus zweiter Hand die Umwelt schont“, stellt Maike Merz fest.

Dass sie aber gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Cerstin Hafner das Geschäft „aus zweiter Hand“ so gut ins Rollen gebracht hat, hat noch einen weiteren Grund. „Wir konzentrieren uns sehr darauf, gut gepflegte Ware von möglichst hochwertigen Marken ins Sortiment zu nehmen. Darunter teilweise auch ganz verrückte Vintage-Teile aus den 1960ern und 1970er Jahren“, sagt die 41-Jährige. Was sie meint: Wer sich genügend Zeit nimmt und sich auf die Suche begibt, kann in der „Zweiten Liebe“ wahre Schätze finden. „Kein Mainstream, sondern Einzelteile, die - geschickt kombiniert - stylisch sind.“

Damit profitiert die „Zweite Liebe“ von einem regelrechten Boom. Denn der Markt für Secondhand-Mode wächst aktuell stärker als der Rest der Modebranche. „Second Hand ist längst raus aus der Schmuddelecke und ist beliebt wie nie“, wissen Maike Merz und Cerstin Hafner. Inzwischen speist sich ihre „Zweite Liebe“ von rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Privatpersonen, die gut erhaltene bis wenig oder sogar noch nie getragene Kleidungsstücke, Schuhe oder Accessoires über die „Zweite Liebe“ verkaufen wollen. „Es handelt sich um Privatverkäufe, von denen der Teilnehmer einen vorher festgesetzten Anteil erhält - wir behalten eine Verkaufsprovision ein“, erläutert Cerstin Hafner.

Zuerst in der Reichsstädter Straße, dann im Kubus und seit April dieses Jahres auf einer Teilfläche der ehemaligen Tofa in der Ulmer Straße: Seither war die „Zweite Liebe“ ein typischer Pop-Up Shop nach dem Konzept, in einem Raum für eine bestimmte Zeit Waren anzubieten.

Das hat sich nun mit dem Umzug in eine etwa 150 Quadratmeter große Ladenfläche im Westlichen Stadtgraben 22 geändert. „Hier an diesem Ort, neben dem Salon Meral Emir und der Genießer-Location von Karin Fröhlich ist das Thema Pop-Up für uns beendet“, erklärt Cerstin Hafner. „Für die nächsten Jahre wollen wir hier mit unserem Konzept bleiben.“ 

„Wir freuen uns sehr, dass wir hier im ehemaligen Opel-Spiegler so eine coole Vintage-Fläche mitten in der Innenstadt gefunden haben, die zu uns passt“, schwärmen die beiden Geschäftsführerinnen. „Wir mögen es sehr, wenn Räume schon eine Geschichte erzählen, die wir dann noch ein bisschen weiterspinnen können.“

Zukünftig sind Meike Merz und Kerstin Hafner mit der "Zweiten Liebe" im Spiegler Areal zu finden.

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