Wo in Aalen City Lichtsmog die Dunkelheit der Nacht stört

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Landtagsabgeordnete Winfried Mack und die CDU Aalen haben zu einem Stadtbegehung und dem Titel „Überbelichtet“ eingeladen. Es soll auf die Lichtverschmutzung und deren Folgen aufmerksam zu machen.
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Was ein Rundgang durch die beleuchteten nächtlichen Gassen der Stadt Aalen offenbart.

Aalen

Unnötige innerstädtische Lichtquellen ausfindig machen. Und damit Artenvielfalt schützen. Zu einer nächtlichen Begehung der Aalener Innenstadt hatten CDU-Landtagsabgeordneter Winfried Mack und die CDU Aalen eingeladen. Das Thema: Lichtverschmutzung. Unter der Führung von Günther Holzhofer führten sich die rund 15 Teilnehmer ganz bewusst vor allem Auswüchse von Beleuchtungen vor Augen, denn positive Beispiele konnte Holzhofer eher wenig zeigen.

„Wir möchten nicht alles ausschalten, sondern die Ressourcen und das künstliche Licht schonend und zielgenau einsetzen“, sagte Winfried Mack zur Begrüßung. Auch das gehöre zum Naturschutz und Artenschutz, wie es die Landesregierung in ihrer Änderung des Naturschutzgesetzes verankert habe. „Natürlich sollen sichere Wege gewährleistet sein, keine dunklen Ecken entstehen, es soll Licht zielgerichtet eingesetzt werden“, ergänzte er.

Licht sei grundsätzlich etwas Nützliches für Mensch und alle anderen Lebewesen, könne aber – falsch angewendet - auch massiv schädigen, meint Günter Holzhofer. „Was tagsüber den Menschen und Tieren dient, das ist in der Nacht richtig schädlich für sie“, sagte der gelernte Fernsehtechnikermeister. So störe grelles Licht mit zu viel Blauanteil aus Bildschirmen, aber auch aus Werbeleuchtmitteln und vielen Straßenbeleuchtungen die Produktion des Hormons Melatonin, das unseren Schlafrhythmus steuert, im Körper. Was wiederum zu Schlafstörungen führe.

Grell leuchtende Firmennamen

Gleich am Treffpunkt Marktbrunnen zeigte Holzhofer erste Beispiele. Stark ins Auge fielen mehrere beleuchtete Firmennamen, die grell weiß und unangenehm ins Auge stachen. „Da sind absolute Anziehungspunkte für Insekten, aber eben auch fürs menschliche Auge im Dunkeln unerträglich“, sagte der Experte. Es sei unverständlich, weshalb sie – wie auch viele Schaufensterbeleuchtungen – die ganze Nacht brennen. Auch die Lampen von den Giebeln vieler Häuser am Marktplatz streuten zu weit und seien nachts zu hell. Laut Holzhofer, der sich auf Studien bezog, genügten den Menschen zwei bis drei Lux Helligkeit, am Marktplatz seien 10 bis 30 Lux messbar.

Nächstes Negativbeispiel war das Rathaus, dessen Foyer nachts „unverständlicherweise“ beleuchtet sei, dazu strahlen, so Holzhofer, von der Fassade mehrere große „unnütze“ Strahler. Ebenso se an der Fassade des Kubus unnütze und völlig falsche Beleuchtung angebracht. „Alles, was nach oben strahlt, ist einfach schlecht und Fehlplanung“, sagte er.

In der Folge führte die Begehung zum Landratsamt und der Agentur für Arbeit, zum Kaufland, an der Kreissparkasse und dem Bahnhofsvorplatz vorbei zum KubAA, wo zu weit streuende Lampen und nach oben gerichtetes Licht Thema waren. „Sowohl städtische Planer als auch Planer von Baugebieten befassen sich nicht genügend mit dem Thema Lichtverschmutzung, es wird gemacht, was schon immer gemacht wird“, sagte Holzhofer.

Es gebe moderne Leuchtmittel, zum Teil auch günstiger und energiesparend, die besser wären. „Wenn man das einmal bewusst betrachtet, sieht man, wie viel störendes Licht in der Stadt brennt“, sagten Teilnehmer zustimmend. Mack und Thomas Wagenblast, CDU-Fraktionsvorsitzender im Aalener Gemeinderat, sagten zu, die Anregungen mitzunehmen.

Lichtverschmutzung bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Lichtquellen.

Landtagsabgeordnete Winfried Mack und die CDU Aalen haben zu einem Stadtbegehung und dem Titel „Überbelichtet“ eingeladen. Es soll auf die Lichtverschmutzung und deren Folgen aufmerksam zu machen.
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