Wo sich im Advent in Aalen die Türen öffnen

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Pfarrerin Caroline Bender (v.l.), Kirchengemeinderätin Christine Krauth und Pfarrer Bernhard Richter organisieren in diesem Jahr erneut den "lebendigen Adventskalender" in Aalen. Start ist am Mittwoch, 1. Dezember, um 18 Uhr vor dem evangelischen Gemeind
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Der "lebendige Adventskalender" der evangelischen Kirchengemeinde startet am Mittwoch, 1. Dezember, um 18 Uhr am evangelischen Gemeindehaus am Torplatz.

Aalen

Kinder zählen die Tage bis Weihnachten - mit einem Adventskalender. Jeden Tag ein Schoki, ein berührendes Bild oder etwas von den Eltern Gebasteltes. Für die ganze Familie und für Singles, für Seniorinnen und Senioren, für Christen aber auch für Menschen aus anderen Kulturen gedacht ist der "lebendige Adventskalender". Auch in diesem Jahr heißt das Motto der beliebten Aktion in Aalen "herzliche Einladung, um gemeinsam den Advent zu feiern!" mit einer Andacht, mit einem Psalm, einer Geschichte und einem Gebet. Ab dem 1. Dezember öffnet sich täglich eine neue, andere Tür, vor der man sich trifft - im privaten Vorgarten oder auf einem von vier öffentlichen Plätzen; vom Hüttfeld bis zum Grauleshof, von der Stadtmitte bis Waldhausen und von der Triumphstadt bis in den Wiesengrund. Immer mit Abstand und doch beisammen.

Die Eröffnung des Adventskalenders

Eröffnet wird der lebendige Adventskalender am evangelischen Gemeindehaus in der Friedhofstraße am Mittwoch, 1. Dezember um 18 Uhr. "Von dort wird das Licht ausgesendet an die verschiedenen Gastgeber", erläutert Pfarrer Bernhard Richter. "An manchen Abenden im Advent öffnen sich sogar zwei Türchen gleichzeitig", freut sich Christine Krauth über die rege Nachfrage, nachdem vergangenes Jahr wegen der Corona-Pandemie die Aktion ausfallen musste.

Advent im Freien feiern

"Als Kirche ist es wichtig, dass wir draußen präsent sind - gerade in diesen Zeiten", sagt Pfarrerin Caroline Bender zur Aktion, die schon immer im Freien vom Advent erzählt. Es gehe darum, auf Plätzen und in Straßen auf die Menschen zuzugehen, "die Ankunft unseres Herrn zu verkünden und dort zu erzählen, dass Gott Mensch geworden ist", so die Theologin weiter. Und Pfarrer Richter betont: Gerade der Ruf an die Hirten: "Fürchtet euch nicht!", werde in dieser endlosen Pandemie zu einer der wichtigsten Aussagen der Zuversicht und des Trostes.

Es gehe im Advent also nicht um Glühwein & Co. alleine, ergänzt Kirchengemeinderätin Christine Krauth. Auch wenn es nach der halben Stunde Liturgie beim Beisammensein in den Vorgärten oder an den Garagen Plätzchen und Punsch gibt. "Wegen Corona in bescheidenerer Form und individuell ganz nach Gusto der Gastgeber", sagt Caroline Bender.

Quer durch die Stadt

"Schön, dass die Tradition trotz der Pandemiesituation, die wieder kritischer ist und wird, stattfinden kann", sagt Pfarrer Bernhard Richter. Die Menschen freue es, im Advent Geschichten zu lauschen und innezuhalten. Dafür machen sie sich auf und sind Teil des "lebendigen Adventskalenders" - nicht nur in der Nachbarschaft, sondern "sie schauen auf die Terminliste und fahren sogar in ein anderes Wohnquartier", ergänzt Christine Krauth.

Gut zu wissen

Beim "lebendigen Adventskalender" gilt die 2G-Regel. Zum Hygienekonzept zählt auch, dass die Kontaktdaten der Gäste festgehalten werden.

Die einzelnen Termine findet man täglich auf der Freizeit-Seite der SchwäPo.

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