Zeichen setzen gegen Corona-Demo

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Auch in Aalen gehen montags Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße. Das Foto entstand am 20. Dezember.
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In Haltern haben Händler Montag früher geschlossen.

Aalen. Es gibt Überlegungen aus der Aalener Händlerschaft, auf die montäglichen Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen zu reagieren. Eigentlich kommt die Idee aus der nordrhein-westfälischen Stadt Haltern. Dort schalteten die Händler ab 18 Uhr die Lichter in den Schaufenstern aus und schlossen ihre Geschäfte früher - als Zeichen, dass sie Demonstrationen von Impfgegnern in Haltern nicht dulden. Eine Idee auch für Aalen? Citymanager Reinhard Skusa will die Idee in die nächste Vorstandssitzung des ACA (Aalen City aktiv) mitnehmen.

„Ich finde es gut, wenn Menschen ein Zeichen setzen und den Impfgegnern deutlich machen, dass sie eben nicht die Mehrheit sind“, sagt Skusa. Ein Stimmungsbild in der Händlerschaft will er in der nächsten ACA-Vorstandssitzung abfragen. Die ist am 12. Januar.

Die Haltener Aktion wird gerade auch unter einigen Aalener Händlerinnen und Händlern diskutiert. Einige Kunden würden sich am Montagabend sowieso nicht mehr Richtung Innenstadt und Marktplatz trauen, weil sie mit den Gegnern der Corona-Maßnahmen nicht in einen Topf geworfen werden wollen. Skusa will sich zudem mit Oberbürgermeister Frederick Brütting kurzschließen. „Sollte es Aktionen der Händlerschaft geben, wollen wir auch die Verwaltungsspitze mit im Boot haben“, sagt Skusa.

Wie der WDR berichtet, hatten sich Halterns Einzelhändler kurzfristig entschlossen, den Demonstranten das Licht auszuknipsen. Ihr Credo: „Eine Bühne ohne Licht hat kein Publikum.“ Auch Bürger hatten sich an der Aktion beteiligt und auf Pappschildern für das Impfen geworben.

In Aalen gingen am Montag mehrere Hundert Menschen gegen die Corona-Maßnahmen durch die Aalener Innenstadt.

Der Zug war nicht angemeldet, auch für nächsten Montag liege keine Anmeldung vor, heißt es auf SchwäPo-Anfrage aus der Stadtverwaltung. Und weiter: Sollten weiterhin Montagsspaziergänge ohne vorherige Anmeldung geplant sein, werde das Ordnungsamt der Stadt gemeinsam mit dem Polizeivollzugsdienst ... „die erforderlichen organisatorischen und personellen Maßnahmen treffen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung für die Versammlungsteilnehmer und die Allgemeinheit zu gewährleisten“.

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