Zentrale Corona-Abstrichstelle im Ostalbkreis geplant

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Nach Lockerungen und Abbau der Fieberambulanzen im Juni soll jetzt im Kampf gegen das Coronavirus wieder aufgerüstet werden.

Aalen

Auch im Ostalbkreis soll es wieder eine zentrale Corona-Abstrichstelle geben. Das teilt das Landratsamt auf Nachfrage mit. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg richtet derzeit in jedem Stadt- und Landkreis eine solche Abstrichstelle ein. Damit sollen genug Kapazitäten geschaffen werden, "um dem voraussichtlich weiterhin stark steigenden Bedarf an Coronatests in den nächsten Wochen gerecht zu werden", teilt die KVBW mit.

Im Ostalbkreis sei die Situation derzeit "sehr gut zu beherrschen", sagt Katharina Oswald, persönliche Referentin des Landrats. Die Hälfte der Sommerferien sei diese Woche zu Ende, somit seien sicherlich bereits einige Personen aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt. Die aktiven Fälle im Ostalbkreis belaufen sich am Montag auf 25, vor einer Woche lag die Zahl noch bei 31 Personen.

Grundsätzlich sind die niedergelassenen Ärzte für die Testungen der Reiserückkehrer zuständig. Dafür gibt es im Ostalbkreis mehrere Corona-Schwerpunktpraxen. Wer den Verdacht hat, an Covid-19 erkrankt zu sein, meldet sich telefonisch beim Hausarzt. Der überweist bei Bedarf an eine der Schwerpunktpraxen.

Nun soll vorsorglich eine zentrale Abstrichstelle hinzukommen. Hierzu erarbeitet der Ostalbkreis, gemeinsam mit der Kreisärzteschaft Aalen und der Kreisärzteschaft Schwäbisch Gmünd, ein Konzept, heißt es aus dem Landratsamt. Der Ostalbkreis stehe in engem Austausch mit den niedergelassenen Ärzten und werde in Zusammenarbeit mit den Pandemiebeauftragten der niedergelassenen Ärzte geeignete Maßnahmen besprechen, prüfen und umsetzen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Heidenheim hat in Abstimmung mit der Kreisärzteschaft Heidenheim und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg eine Abstrich-Strategie für den Landkreis entwickelt und bietet zusätzliche Öffnungszeiten für diese Testungen an der Corona-Ambulanz auf dem Gelände des Klinikums Heidenheim an.

An mehreren Orten in Baden-Württemberg hat die KVBW neue Abstrichstellen in Betrieb genommen. An diesem Montag in Tübingen, Ravensburg und Münsingen. Die Öffnungszeiten variieren. Gleich sind die Bedingungen der KVBW, welche Personengruppen sich kostenfrei testen lassen können:

Im Ostalbkreis ist die Situation derzeit sehr gut zu beherrschen.

Katharina Oswald persönliche Referentin des Landrats
  • Reiserückkehrende aus dem Ausland. Diese sollen Nachweise wie Flug- oder Bahnticket, Hotel- oder Tankquittung mitbringen.
  • Personen, die vom Gesundheitsamt zur Testung aufgefordert werden, weil sie gegebenenfalls als Kontaktperson ermittelt wurden. Dafür ist der Ausdruck der Mail des Gesundheitsamts erforderlich.
  • Personen, die Symptome aufweisen und von den niedergelassenen Ärzten zugewiesen wurden.
  • Lehrkräfte und Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege.

Am Aalener Greut gab es in der Anfangszeit der Pandemie bereits zunächst eine Drive-in-Abstrichstation, im April dann eine Fieberambulanz, die ebenfalls Abstriche vornehmen konnte. Auch ein Notfallzentrum stellte in der Ulrich-Pfeifle-Halle am Greut bis Juni zusätzliche Bettenkapazitäten zur Verfügung. Schwäbisch Gmünd hatte seine Fieberambulanz bis Juni in der Schwerzerallee, das Notfallzentrum in der Großsporthalle.

Über den Standort der künftigen Abstrichstation im Ostalbkreis ist noch nichts bekannt.

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