Zivilcourage zeigen: So helfen Sie bei einem Angriff richtig

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Ein Mann hat eine junge Frau in Aalen brutal attackiert. Die Polizei rät, wie man hilft und wann nicht.

Aalen. Wie verhält man sich in einer Situation richtig, wenn unbekannte Täter einen Mitmenschen angreifen? Welchen Rat gibt die Polizei? Die SchwäPo hat bei Bernd Märkle, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen nachgefragt. Auslöser dafür ist eine Tat, die sich am Mittwochabend auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Julius-Bausch-Straße zugetragen hat.

Zwei junge Männer griffen dort eine 17-Jährige an. Einer der beiden schlug auf die am Boden liegende Frau brutal ein und trat ihr gegen den Kopf. Zwei Freude der Jugendlichen haben sich während der Tat in Sicherheit gebracht. Ein Zeuge jedoch, der hinzukam, hat der jungen Frau geholfen. „Indem er den Täter angeschrien hat“, sagt Pressesprecher Märkle.

„Das war ein Racheakt und ein gezielter Angriff auf die junge Frau“, erklärt Märkle den Hintergrund der Tat. Es sei schwierig, einen konkreten Rat zu geben, wenn ein Mitmensch angegriffen werde. „Wie man sich am besten verhält, hängt immer von der jeweiligen Situation ab“, sagt der Polizeisprecher. Es komme darauf an, wie viele Täter es seien und ob bei der Tat Waffen wie Messer oder sogar Schusswaffen im Spiel seien. Jede Situation sei anders, ein Patentrezept gebe es nicht.

Das rät die Polizei

Grundsätzlich aber rät Bernd Märkle dazu, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Man müsse abwägen, inwieweit man gegen den Täter vorgehen kann, damit man nicht verletzt oder sogar schwer verletzt werde.

Weiter rät Märkle: „Machen Sie auf die Situation aufmerksam. Rufen Sie laut um Hilfe. Schreien Sie den oder die Täter an und fordern ihn auf, den Angriff zu beenden.“ Wer ein Handy dabei habe und Empfang, solle einen Notruf absetzen, um Rettungskräfte zu alarmieren.

Zu helfen sei sicherer und einfacher, wenn sich umstehende Passanten gegen den Täter zusammenschließen. „Wenn niemand da ist, kann man im Zweifel auch keine Hilfe leisten“, sagt Märkle. Da sei es dann einfach besser, Distanz zu wahren.

Ulrike Schneider

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