Zu wenig Aalen in den Namen der Sportvereine?

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Lebhafte Diskussion mit namhaften Gästen (von links): Ulrich Rossaro (Stadtverbandsvorsitzender Sport Aalen), Oberbürgermeister Frederick Brütting, Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann, Nadia Feiler (Geschäftsführerin Stadtverband Wasseralfingen) werden bei der Sportlerehrung interviewt.
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Lebhafte Podiumsdiskussion mit Lob, Wünschen und Kritik. Ein Vorschlag von Ulrich Rossaro sorgt für Zündstoff, und Nadia Feiler will, dass die Schulen und der Sport mehr kooperieren. 

Aalen

Nadia Feiler wünscht sich eine Erhöhung der Sportförderung. Und Ulrich Rossaro hat einen Vorschlag in die Runde geworfen, der auch nach dem offiziellen Teil noch für Zündstoff sorgte. Statt der üblichen Grußworte gab‘s bei der Sportlerehrung der Stadt Aalen eine Diskussionsrunde mit Vertretern der Stadt und des Stadtverbandes - und dieses lebhafte Format kam bei den Gästen gut an.

TSG Aalen-Hofherrnweiler-Unterrombach statt TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. SV Aalen-Ebnat statt SV Ebnat. Und FV 08 Aalen-Unterkochen statt FV 08 Unterkochen. Ulrich Rossaro ist der Meinung, dass der Name der Stadt mehr in die Vereinsnamen integriert werden muss. „Der Sport ist hier viel zu sehr in die Ortschaften verwurzelt. Wir müssen aber den Sport in Aalen in den Vordergrund stellen“, sagt der Stadtverbandsvorsitzende. Denn: Beim FV 08 Unterkochen beispielsweise würden viele denken, dass „es sich um einen Vorort von Oberkochen handelt“. Deshalb wünscht sich Rossaro, dass die Vereine künftig den Namen Aalen vorantragen. „Das sind wir der Stadt schuldig.“ Es war ein Vorschlag, der bei den Anwesenden nicht nur Zustimmung fand. „Wenig hilfreich“ nennt beispielsweise TSG-Vorsitzender Achim Pfeifer diese Idee.

Weitere Projekte angehen

Viel Applaus gab‘s für Nadia Feiler. Die Geschäftsführerin des Stadtverbandes Wasseralfingen will eine engere Kooperation der Schulen mit dem Sport, und sie wünscht sich, dass „die Sportförderung in finanzieller Hinsicht etwas nach oben geht“. Denn: Gerade während Corona hätten die Übungsleiter Außergewöhnliches geleistet. Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann betont, dass „der Sportentwicklungsplan nicht nur in der Schublade liegt, sondern wir ihn immer vor Augen haben“. Einige Kapitel davon seien inzwischen abgearbeitet. Weitere Themen seien jetzt die Jugendförderung. „Und wir müssen die Nutzung der städtischen Hallen in diesem Zusammenhang überdenken.“ Oberbürgermeister Frederick Brütting pflichtet Ehrmann bei und nennt Beispiele: „Wir wollen die Übungsleiterpauschale erhöhen.“ Und wir wollen den Sportentwicklungsplan vorantreiben. Im vergangenen halben Jahr sei im Sportstättenbau viel passiert, sagt Brütting und spricht von Investitionen von über 50 Millionen Euro. „Und wir wollen jetzt weitere konkrete Projekte angehen“, so der OB.

Erfreulich sei zudem die Tatsache, dass all die Erfolge der Athleten zeigen, dass Aalen eine Sportstadt ist. „Das macht Mut“, sagt Brütting mit Blick nach vorne. Ehrmann lobt zudem den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der durch den Sport entsteht. „Wir haben hier rund 90 Vereine mit 24000 Mitgliedern - bei 68000 Einwohnern. Das ist doch ein gewichtiges Wort.“

Und der Sport wird weiter eine zentrale Rolle in der Stadt spielen. Brütting erinnert an all die Veranstaltungen, die anstehen. Und mit dem Mountainbike-Weltcup (23. Juli) kommt schon in wenigen Wochen eine hochkarätige internationale Sportveranstaltung in die Innenstadt. „Wir kommen hier mit viel Schwung aus der Corona-Kurve.“

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