Zur Geschichte des Stadtovals: launige Anekdoten und Skepsis zu Beginn

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Erwin Hafner (mit Mikro) beschrieb launig die Geschichte des heutigen Stadtovals, rechts Oberbürgermeister Frederick Brütting, vorn links Baubürgermeister Wolfgang Steidle.
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Beim bundesweiten Aktionstag sind Interessierte aufs Stadtoval geladen. Dabei ging es um die lange Geschichte des Wohnquartiers.

Aalen

Im Rahmen des bundesweiten Tags der Städtebauförderung hatte die Stadt Aalen Interessierte und die Bewohnerschaft des Stadtovals in den Kulturbahnhof geladen. Dort ging es über Geschichte des Geländes und das dort entstandene Wohnquartier. Rund 100 Interessierte waren dem Aufruf gefolgt. 

„Deutschlandweit wollen Städte heute zeigen, was mit Steuergeld entsteht, was mit Beteiligung der Bürger geschaffen werden kann“, sagte Oberbürgermeister Frederick Brütting in seiner Begrüßung. Und dabei dürfe man die Historie, die Geschichte und Bedeutung des ehemaligen Bahnareals für die Stadt nicht vergessen. Heute hätten die Menschen, die es bewohnen, es belebt. Die Stadt habe für das Gelände rund 7,1 Millionen Euro an Fördergeldern bekommen, ein wichtiger Grundstock für die Gestaltung. Insgesamt seien vom Bund im Rahmen des Programms bisher rund 790 Millionen Euro ausgegeben worden. 

Geschichte des Bahngeländes

Erwin Hafner, Ur-Hirschbächler und ehemaliger SchwäPo-Chefredakteur, schilderte launig und mit vielen Anekdoten auch aus seinem Leben die Geschichte des Bahngeländes. Am 1. Juli 1861 sei der erste Zug durch Aalen gefahren – nach Wasseralfingen zum Bahnhof an den Hüttenwerken. Erst danach sei der Bahnhof Aalen entstanden, die Grundlage für die hiesige Industrialisierung.  In deren Zuge habe sich die Bevölkerung gewandelt, denn Aalen wurde durch Zuzüge katholischer.

Die Eisenbahner mit ihren meist Großfamilien mit vielen Kindern brauchten große Wohnungen, die im angrenzenden Hirschbach entstanden. Bald arbeiteten rund 1000 Menschen am Bahnhof und den Zügen, in den Werkstätten, am Stellwerk und den Zulieferbetrieben. Nach Stilllegung der Dampfloks wurde das schnell weniger. Anhand von aufgestellten Schautafeln ging Erwin Hafner dann auf die Veränderung des Stadtovals in den vergangenen Jahrzehnten ein.

Heftige Diskussionen zu Beginn

Baubürgermeister Wolfgang Steidle schilderte die Geschichte der jetzt weitgehend abgeschlossenen Bebauung, die er in der Verwaltung von Beginn an begleitete. Steidle beschrieb die Skepsis und heftigen Diskussionen, die es zu Anfang gab, „und heute haben wir ein richtig gelungenes Quartier“, schloss Steidle. Er und Erwin Hafner führten die Besucher danach über das Gelände, das Kino am Kocher zeigte Kurzfilme zum Thema.

Deutschlandweit wollen Städte heute zeigen, was mit Steuergeld entsteht.“

Frederick Brütting, Oberbürgermeister

Bundesweiter Aktionstag zur Städtebauförderung

Der bundesweite Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zur Stärkung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Vorhaben der Städtebauförderung. Überall in Deutschland fanden am 14. Mai Veranstaltungen unter dem Motto „Wir im Quartier“ zur Städtebauförderung statt. Vorgestellt wurden Planungen, Projekte und Erfolge.

Weitere Informationen unter: www.tag-der-staedtebaufoerderung.de oder www.aalen.de/staedtebaufoerderung

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