Zurück zur weihnachtlichen Giebelbeleuchtung

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Warum die vor acht Jahren angeschafften riesigen roten Reichsäpfel langsam ausgedient haben.

Aalen. Die Stadt Aalen will für die Weihnachtszeit zur alten Giebelbeleuchtung zurückkehren, allerdings mit den neuesten technischen Voraussetzungen: mit LED-Lampen und mit einer autarken und somit einheitlichen Schaltung durch Rundsteuerempfänger.

Das Konzept hat Citymanager Reinhard Skusa gemeinsam mit Verantwortlichen des Innenstadtmarketingvereins Aalen City aktiv (ACA) erarbeitet und im Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss (KBFA) vorgestellt. Angedacht ist eine stufenweise Einführung der neuen Giebelbeleuchtung: Mit den LED-Lampen sollen zunächst Marktplatz und die Gmünder Straße (Reichsstädter Markt) bestückt werden. Daneben ist angedacht, die vor acht Jahren angeschafften großen roten Reichsäpfel in den nächsten Jahren noch parallel mit zu verwenden.

Zur Erinnerung: In der Vergangenheit hatten die Reichsäpfel mehr und mehr Macken gezeigt: Aufgrund hoher Schneelast war eine der Kugeln vor Jahren aus ihrer Verankerung aufs Fußgängerpflaster gekracht. Zudem bewertet Skusa das Auf- und Abhängen der Kugeln als kompliziert und kostspielig, viele Lämpchen und Kabel seien bereits beschädigt worden.

Für den einstimmigen Beschluss der Ausschussmitglieder, die neue Giebelbeleuchtung anzuschaffen, brauchte es keine große Überzeugungsarbeit. Zumal die Kosten geklärt sind und zudem auch, wer was zahlt.

40 000 Euro sind im aktuellen Haushalt bereits für die neue Weihnachtsbeleuchtung eingestellt. Mit 41 500 werden die Kosten für die erste Stufe der Giebelbeleuchtung am Marktplatz und Gmünder Torplatz angegeben. Der Bund der Selbstständigen (BdS) will sich mit 20 000 Euro beteiligen. Zudem, so OB Thilo Rentschler, rechne man mit freiwilligen Beiträgen der Hauseigentümer von insgesamt 10 000 bis 15 000 Euro. Die Stadt trage lediglich die einmaligen Kosten der Montage, bezahle den Rundsteuerempfänger sowie den Unterhalt und den Austausch defekter Lampen. Die Hauseigentümer wiederum übernehmen die Kosten für die Installation des Rundsteuerempfängers und tragen die Stromkosten von rund einem Euro pro Saison. "An der neuen Giebelbeleuchtung kann man fast nichts falsch machen", meint Rentschler. "Die riesigen roten Kugeln waren ja relativ kostspielig, ihre Anschaffung war schon ziemlich daneben", kommentierte Thomas Battran" (Grüne) rückblickend die aktuelle Weihnachtsbeleuchtung.

"Das ist eine gute Sache", freut sich Thomas Wagenblast (CDU) auf die altbewährte Giebelbeleuchtung mit neuer Technik. "Wir hoffen, dass sie jetzt einheitlich betrieben werden kann und sie nicht wie früher jeder Hauseigentümer nach eigenem Gusto ein- und ausschalten kann."

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