Zwei große Baustellen bremsen in Aalen den Verkehr

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Grafik: die Sperrung der Wilhelmstraße und eines Teils der Ostrampe der Hochbrücke.
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Warum die Wilhelmstraße als wichtige Nord-Süd-Achse voraussichtlich ein halbes Jahr gesperrt bleibt. Bei einer Verschiebung der Arbeiten kämen Autofahrer vom Regen in die Traufe.

Aalen Jeden Morgen im Berufsverkehr das gleiche Bild: Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Autos stadteinwärts auf der sogenannten bahnparallelen Trasse, der Charlottenstraße, bis hin zum Kreisel am Rötenberg. Der Stau reicht meist zurück in die Auguste Keßler-Straße, oft sogar über den „Alfing-Kreisel“ hinweg bis in die Karl-Keßler-Straße in Höhe des Wasseralfinger Bahnhofs. Es fehlt eine wichtige Nord-Süd-Achse für den Verkehr, seitdem ein Teil der Wilhelmstraße gesperrt ist. Gleichzeitig ist ein Stück weiter südlich ein Teil der Ostrampe der Hochbrücke wegen Bauarbeiten blockiert.

Arbeiten an der Wilhelmstraße: Die Stadtwerke erneuern im gesamten Areal zwischen der Kläranlage im Hasennest, der Firma SHW Automotive sowie der Wilhelmstraße und der Stiewingstraße bis kurz vor der Kocherbrücke das in die Jahre gekommene Entwässerungssystem. Allein in der Wilhelmstraße werden insgesamt 345 Meter neue Kanalrohre mit einem zeitgemäßeren, 1,40 Meter großen Durchmesser verlegt. Im selben Zug wird die Trinkwasserleitung erneuert, unter anderem werden auch einzelne Hausanschlüsse saniert, teilt das Unternehmen mit.

Laut Stadtwerke wird das Gasversorgungsnetz in diesem Bereich auf eine höhere Druckstufe umgestellt. Dafür müssen an allen Abgängen der Hausanschlüsse Absperrschieber installiert werden. An der Kreuzung Wilhelmstraße/Stiewingstraße/Auguste-Kessler-Straße wird die Gasleitung erweitert.

Dauer der Bauarbeiten: Bis zum Frühjahr 2022 wird die Wilhelmstraße nur äußerst eingeschränkt befahrbar sein. Seit dem 22. September ist die Strecke zwischen der Hausnummer 127 und der Stiewingstraße für den Durchgangsverkehr blockiert, Anliegerverkehr und die Zufahrt zur dortigen Tankstelle sollen dauerhaft jedoch von einer Seite aus möglich sein. Zurzeit werden die Kanalrohre im Straßenbereich verlegt, damit sei man „sehr gut im Zeitplan“, heißt es aus der Pressestelle der Stadtwerke. Wegen der Dimension der neuen Kanalrohre muss großflächig und mehr als drei Meter tief ausgehoben werden.

Arbeiten an der Hochbrücke: Ein Teil der Ostrampe ist seit dem 18. Oktober voll gesperrt. Dort wird eine kombinierte Fußgänger-/Radweg-Unterführung eingebaut, die die Oststadt über die Kettelerstraße mit der Innenstadt verbinden soll. „Die Baumaßnahme ist voll im Zeitplan. Wir gehen davon aus, dass am 8. November die Sperrung aufgehoben werden kann, wie geplant“, so die städtische Pressesprecherin Karin Haisch.

Zwei große Baumaßnahmen zeitgleich: Hätte man das nicht besser koordinieren können?, stöhnen viele Autofahrer. Bei der Planung und Durchführung solcher Maßnahmen sei man an die Investitionsplanung, wie sie der Gemeinderat mit dem städtischen Haushalt beschlossen habe, gebunden, außerdem an personelle Kapazitäten und natürlich auch an die Witterung, heißt es aus dem Rathaus. Bei gravierenden Sperrungen nutze man nach Möglichkeit verkehrsärmere Zeiten wie die Schulferien. Stadt-Pressesprecherin Karin Haisch: „In diesem Jahr waren es allerdings mehrere solcher großen Maßnahmen, die in den Ferien zu koordinieren waren: die Sperrung der Ebnater Steige in den Sommerferien für den Bau der Nordumfahrung Ebnat und die Sperrungen für die Sanierung der Westumgehung in den Pfingstferien und Sommerferien.“ Dass die Sanierung der Wilhelmstraße erst nach den Sommerferien in Angriff genommen wurde, „liegt daran, dass sie als Umleitungsstrecke für die Westumgehung freigehalten werden musste“.

Verschiebung? Eine Verschiebung der Baumaßnahme Wilhelmstraße ins Jahr 2022 „würde wenig bringen“, sagt Karin Haisch. Denn im Anschluss an die Baumaßnahme an der Hochbrücke steht im nächsten Jahr die Sanierung der Ziegelstraße in mehreren Bauabschnitten an.“

  • Die Baustellen umfahren
  • Wie heißt es so schön: "Ortskundige Autofahrer werden gebeten, die Baustelle zu umfahren." Wegen Aalens Topografie sind die Möglichkeiten aber beschränkt. Die zweite große Achse von Norden in Richtung Innenstadt führt über die Stiewingstraße und Friedrichstraße, ist aber im Berufsverkehr stark frequentiert. Zudem gilt dort im Bereich der Schulen Tempo 30. Möglich ist außerdem die großräumige Umfahrung über die Westumgehung.
Baustelle in der Wilhelmstraße. Kanalarbeiten fordern eine Sperrung über Monate.
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Noch bis 8. November soll die Baustelle an der Ostrampe der Hochbrücke gesperrt bleiben
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