Zwei OB-Bewerber außen vor

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Enßlin und Seitzer sind nicht mehr im Rennen
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Der Gemeindewahlausschuss lässt Ronny Enßlin und Albert Seitzer nicht zur Wahl zu. Jetzt noch vier Kandidaten und eine Kandidatin im Rennen.

Aalen

Jetzt ist es amtlich: Zur Aalener OB-Wahl am Sonntag, 4. Juli, werden nur vier Kandidaten und eine Kandidatin antreten. Bis an diesem Mittwochmorgen standen noch sieben Namen auf der Liste der Bewerbungen.

Die ursprünglichen Mitbewerber Ronny Enßlin und Albert Seitzer sind nicht mehr im Rennen. Weil sie die erforderlichen 100 Unterstützungsunterschriften bis zum Fristende am Montag, 7. Juni, um 18 Uhr nicht vorgelegt haben, hat sie der Gemeindewahlausschuss aus dem Wahlverfahren ausgeschlossen. Das hat das Gremium in seiner öffentlichen Sitzung an diesem Mittwoch beschlossen.

Zur Wahl der Oberbürgermeisterin beziehungsweise des Oberbürgermeisters werden nun fünf Namen auf dem Wahlzettel stehen. Sie seien in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie ihre Bewerbung eingereicht haben, erklärte OB Thilo Rentschler in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses.

Ronny Enßlin darf nicht zur OB-Wahl kandidieren.
Auch beim Wahlkampf außen vor: Albert Seitzer. Archivfoto: jul

Die Kandidaten und Kandidatin

Frederick Brütting (37, SPD-Mitglied) ist seit 2011 Bürgermeister in Heubach.

Marcus Waidmann (54) ist Stadtrat der AfD-Fraktion in Aalen und selbstständig.

Matthias Müller (53) ist Angestellter beim Gemeindevollzugsdienst in Aalen.

Stefan Schmidt (54, Die Basis) ist Gastronom und bekannt als Kritiker der Corona-Regeln.

Catherine Rommel (56, CDU-Mitglied) ist Diplom-Kauffrau, als Kommunalberaterin tätig.

Frederick Brütting habe seine Bewerbung in der Nacht zum 17. April in den Postkasten am Aalener Rathaus eingeworfen, erinnerte Thilo Rentschler. Catherine Rommel habe ihre Kandidatur am 15. Mai bekanntgegeben. Seither sei keine weitere Bewerbung eingetroffen. Niemand habe seine Bewerbung zurückgezogen.

Livestream oder Video?

Rentschler berichtete weiter: Eine öffentliche Bewerbervorstellung sei - vorbehaltlich der aktuellen Corona-Situation - am Dienstag, 22. Juni, um 19 Uhr in der Stadthalle geplant. „Wir können dort 250 Personen reinlassen.“ Interessierte Bürgerinnen und Bürger könnten sich die Veranstaltung auch in den folgenden Tagen in einem Video im Internet ansehen.

Roland Hamm, Mitglied des Gremiums für „Die Linke“, beantragte einen „Livestream“, also eine Direktübertragung der Veranstaltung. Dies sei zeitgemäß und machbar. „Davon hat uns das Regierungspräsidium abgeraten“, erklärte Rentschler. Technische Pannen seien bei so einer Übertragung nicht ausgeschlossen. Dadurch könnten einzelne Kandidaten oder die Kandidatin benachteiligt werden. „Wir wollen vermeiden, dass wir angreifbar sind.“ Schließlich sei dies die offizielle Kandidatenvorstellung der Stadtverwaltung.

Wir wollen auf alle Fälle vermeiden, dass wir angreifbar sind.“

Thilo Rentschler, OB und kraft Amtes Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses

Termine und Regeln rund um die OB-Wahl in Aalen

Die Amtszeit von Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler endet am 30. September 2021.

Wahltermin für die Nachfolge von OB Rentschler ist am Sonntag, 4. Juli. Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat.

Wann eine Neuwahl nötig wird: Entfällt auf keinen Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, findet eine Neuwahl statt: am Sonntag, 25. Juli. Für die Neuwahl gelten die Grundsätze der ersten Wahl; allerdings entscheidet die höchste Stimmenzahl. Das bedeutet: Die Gewinnerin oder der Gewinner braucht nicht mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen – wer die meisten Stimmen hat, wird OB.

Für den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Thilo Rentschler beginnt die Amtszeit zum 1. Oktober 2021. Sie dauert acht Jahre.cow

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