OB-Wahl: Stefan Schmidt ist Nummer 6

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Stefan Schmidt 
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Jetzt bewirbt sich ein bekannter Corona-Maßnahmen-Kritiker in Aalen.

Aalen.Immer mehr Bewerber gibt es für die Oberbürgermeisterwahl in Aalen. Stefan Schmidt hat am Montag seine Bewerbung abgegeben. Er ist damit der fünfte namentlich bekannte Kandidat, der Oberbürgermeister in Aalen werden möchte.

Der 54-Jährige ist selbstständiger Gastronom und betreibt seit 25 Jahren zusammen mit seiner Frau das Restaurant Seehof am Leinecksee in Alfdorf. Besonders bekannt aber ist er im Schwäbisch Gmünder Raum als Kritiker der Corona-Maßnahmen in Deutschland. Diesen Themenkomplex möchte er in den Mittelpunkt seiner Kandidatur in Aalen rücken, erklärte er im Gespräch mit der SchwäPo: „Das wird der Schwerpunkt sein“, sagte er. Darüber hinaus sei er Mitglied in der Partei „Die Basis“ und werde von dieser Partei unterstützt bei seinem jetzt beginnenden Wahlkampf.

Die Entscheidung, sich in Aalen zu bewerben als Nachfolger von Amtsinhaber Thilo Rentschler, die habe er getroffen, nachdem er von mehreren Aalener Bürgerinnen und Bürgern dazu aufgefordert worden sei. Ihm gehe es aber nicht nur um das Thema Corona-Maßnahmen. „Man tritt schon an, um zu gewinnen“, sagt Schmidt und weiter: „So eine Kandidatur macht man nicht aus Jux und Tollerei.“ Er sei derzeit dabei, ein Programm auszuarbeiten, das er den Aalenern im Rahmen des Wahlkampfes näher bringen möchte.

Hintergrund: In Schwäbisch Gmünd hat Stefan Schmidt bereits mehrfach die sogenannten „Marktplatz-Demos“ gegen Corona-Maßnahmen angemeldet. Diese Demos sind aber mittlerweile von der Gmünder Stadtverwaltung untersagt, weil sich viele Teilnehmer nicht an die Auflagen – Maskentragen unter anderem – gehalten haben.

Die bisherigen Bewerber

Davor haben sich bereits vier Männer beworben, die Nachfolger von Amtsinhaber Thilo Rentschler werden möchten und die zugestimmt haben, ihren Namen zu veröffentlichen. Ein weiterer Bewerber - vielleicht ist es auch eine Bewerberin - möchte zum jetzigen Zeitpunkt noch anonym bleiben. Rentschler tritt nicht mehr zur Wahl an, weil er Hauptgeschäftsführer der IHK-Ostwürttemberg wird.

Als Erster hat am Samstag Frederick Brütting seine Bewerbung abgegeben. Der 37-Jährige ist seit zehn Jahren Bürgermeister in Heubach und Mitglied der SPD.

Weiterer Bewerber ist Ronny Enßlin (46), alleinerziehender Vater einer sechsjährigen Tochter, der in Aalen in einer Patchworkfamilie lebt, bei der Caritas arbeitet und sich dort um Haushaltsauflösungen kümmert.

Ebenfalls hat sich Matthias Müller (54) als OB beworben. Im Schreiben, mit dem sich Müller bewirbt, stellt er sich als geborenen Aalener vor, der zusammen mit seiner Frau in Aalen wohnt und „Oberhaupt einer großen Patchworkfamilie“ sei. Er ist Angestellter beim Gemeindevollzugsdienst in Aalen.

Für die AfD zieht Marcus Waidmann in den Wahlkampf. Er ist Stadtrat in Aalen und zurzeit dabei, die für die Wahl notwendigen Unterstützerstimmen zu sammeln.

Was wichtig ist für Bewerberinnen und Bewerber: Bewerberinnen und Bewerber müssen am Wahltag das 25., dürfen aber noch nicht das 68. Lebensjahr vollendet haben und müssen die Gewähr dafür bieten, dass sie jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintreten. Außerdem ist eine Wählbarkeitsbescheinigung der Wohngemeinde notwendig. Weiter sind 100 Unterstützungsunterschriften beizulegen.

Fristen für die Zulassung zur OB-Wahl: Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 7. Juni, um 18 Uhr. Anschließend prüft der Gemeindewahlausschuss, welche Bewerbungen den Anforderungen entsprechen und entscheidet, ob die Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl zugelassen werden oder nicht. Die Wahl ist am 4. Juli.

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