Steg wird um 2,2 Millionen Euro teurer

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Sobeks Überplanung des Fußgängerstegs liegt jetzt vor. Der Gemeinderat muss erneut beraten.

Steg in Aalen

Aalen. Der Fußgängersteg am Stadtoval kommt wieder auf den Tisch. Mit der neuen Erkenntnis: Das Bauwerk wird um 2,2 Millionen Euro teurer, als bei der ersten Ausschreibung angenommen. Das Büro Sobek hat jetzt die Planung für eine zweite – jetzt europaweite – Ausschreibung überarbeitet und eine aktualisierte Kostenberechnung vorgelegt: 8,15 Millionen Euro soll das Bauwerk kosten, hinzukommen 620 000 Euro für bahnbedingte Umbauarbeiten und Gebühren. So jedenfalls steht es in der Sitzungsvorlage der Stadt Aalen, über die am kommenden Donnerstag, 6. Mai, die Mitglieder des Aalener Gemeinderatsausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (AUST) beraten werden.

Die Räte werden sich also erneut mit den Gesamtkosten des Bauwerks auseinandersetzen müssen, die nun um 2,2 Millionen Euro höher liegen, als die erste Kostenberechnung (6,57 Millionen Euro). Zur Finanzierung muss die Stadt selbst 3,23 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufbringen. Da der Fußgängersteg im Sanierungsgebiet Stadtoval liegt, profitiere er von der Städtebauförderung des Stadtovals, heißt es. Daher geht die Stadtverwaltung für den Steg von einer Landesförderung von 60 Prozent der förderfähigen Kosten aus.

Auch die Investoren des Stadtovals werden ihr Scherflein zur Stegfinanzierung beitragen. Die Stadtverwaltung betont, dass allen Investoren des Stadtovals von Anfang an die Anbindung des Quartiers an die Innenstadt sehr wichtig war, weshalb sie bereit gewesen seien, sich mit einem Betrag von 25 Euro pro erworbener Grundstücksfläche an den Herstellungskosten des Stegs zu beteiligen – sofern dieser gebaut würde. Entsprechende Vereinbarungen wurden in den Kaufverträgen festgeschrieben. Daher rechnet die Stadt mit einem Finanzierungsanteil der Investoren in Höhe von 620 000 Euro.

Die Stadtverwaltung plant, den Steg Anfang Juni dieses Jahres europaweit auszuschreiben. Baubeginn könnte im März 2022 sein, die Fertigstellung im Dezember 2022. Um die Mehrkosten entsprechend finanzieren zu können, müsste nun auch der Planansatz für das Haushaltsjahr 2022 entsprechend erhöht werden. Zur Gegenfinanzierung soll in den Jahren 2022 und 2023 unter anderem der geplante Bau von Gehwegen herangezogen werden. Ulrike Wilpert

Rubriklistenbild: ©  Stadt Aalen/Büro Sobek

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