Stopp für Gottesdienste in Präsenz

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Kirchenfenster mit Pfingstsymbol.

Katholische und evangelische Kirchen betonen die Verantwortung und ziehen die Notbremse.

Aalen. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz seit drei Tagen den Wert von 200 überschritten hat, verzichten das Katholische Dekanat Ostalb und der Evangelische Kirchenbezirk Aalen ab diesem Montag, 19. April, auf Präsenzgottesdienste. Gemeinsame Gottesdienstfeiern sind damit vorerst nicht mehr möglich.

Der katholische Dekan Robert Kloker und sein evangelischer Kollege Ralf Drescher bedauern dies sehr und kündigen damit die flächendeckende Umsetzung des Pandemiestufenplans der Diözese Rottenburg-Stuttgart bzw. der Evangelischen Landeskirche an.

Obwohl die Kirchengemeinden ein detailliertes Hygienekonzept erarbeitet hätten und keine Veranstaltung der Katholischen Kirchengemeinden im Ostalbkreis zu einer massiven Verbreitung des Corona-Virus geführt habe, stehe diese Maßnahme außer Frage, so Dekan Robert Kloker und betont: „Natürlich fällt dieser Schritt schwer, weil er den Kern unseres Glaubens trifft. Er ist aber vertretbar, weil es jetzt darauf ankommt, möglichst auf alle Kontakte zu verzichten, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird.“ Der evangelische Dekan Ralf Drescher geht davon aus, „dass wir im Evangelischen Kirchenbezirk Aalen bis auf weiteres keine Gottesdienste oder Andachten in unseren Kirchen feiern, sondern auf digitale Formate ausweichen. Gottesdienste im Freien sind bei Einhaltung der nötigen Schutzmaßnahmen im Moment möglich.“ Er selbst habe die Gottesdienste am Sonntag in Wasseralfingen und Hüttlingen im Freien vor der Kirche abgehalten. Drescher weist darauf hin, dass sämtliche systemrelevanten Veranstaltungen, wie Sitzungen, ebenfalls digital durchzuführen seien oder wenn möglich verschoben werden sollten. Heinz Schmidt, der Vorsitzende der Bezirkssynode, sieht Solidarität und verantwortliches Handeln als „Gebot der Stunde“.

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