Jürgen Steck isst sündig.

Sündiges Essen

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Jürgen Steck
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Redaktionsleiter Jürgen Steck isst sündig.

Natürlich kann ich nicht schreiben, dass dieses Fastfood-Restaurant mit dem schottisch anmutenden Namen super ist. Denn eigentlich liebe ich gute Küche: regionale, bodenständige – aber auch mediterrane, indische oder den gepflegten Crossover. Molekulares habe ich probiert und, ja auch Gourmetküche finde ich spannend, insbesondere, wenn sie regional daherkommt. Aber zur Wahrheit gehört auch: Ja, ich bin dort Kunde, in diesen Restaurants mit dem gelben M. Nicht oft. Eher so wie ein Quartalssäufer am Tresen hängt. Aber dann überkommt es mich – auch wenn ich weiß, dass es nicht richtig ist. Dass es schlecht ist, Sünde fast. Aber was wären wir ohne diese kleinen Sünden? Ein Leben, in dem wir nie diesen kleinen Versuchungen nachgeben, die dieses Leben doch bietet? Was wären wir überhaupt ohne den Sündenfall? Ok. Wir wären im Paradies. Aber wär‘ das nicht fad auf die Dauer? Ohne die Erkenntnis, dass es Anderes gibt? Ja: Ein McIrgendwas ist Ausnahmezustand. Ist kulinarische Dunkelheit, Verantwortungs- und Geschmacklosigkeit in cleverer Verpackung. Aber manchmal, wie gesagt, nur ganz selten, gönne ich mir das. Brauche ich das! Und dann hole ich mir so einen HäckMäc. Auch wenn ich mich schuldig fühle danach – ein kleines bisschen. Doch wer ist schon gänzlich ohne Schuld?

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