Tag der Hausmusik: Haben Sie ein Instrument gelernt?

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Am Montag ist der Tag der Hausmusik. Wie schaut das bei Ihnen aus: Haben Sie ein Instrument gelernt? Musizieren Sie zuhause? Wenn ja, mit wem und was spielen Sie? Gibt es ein Stück, das sie unheimlich gern selbst spielen können würden? Wir haben uns in der Aalener Innenstadt umgehört.

Raminta Wehner (42), Metallproduktionshelferin aus Lauchheim

Raminta Wehner

Ich habe Klavier gelernt als Kind und später Tanz studiert. Im Studium war Klavierspiel auch ein Pflichtfach. Heute kann ich das glaube ich gar nicht mehr richtig. Ich mache da gar nichts mehr in der Richtung. Aber es hat mir auch früher nie wirklich Spaß gemacht. Vermutlich, weil es Zwang war. Alles was man aus Zwang macht, macht ja selten Spaß. Bei anderen höre ich das sehr gerne, wenn sie Musik machen. Aber selber? Das wird nichts mehr.

Raminta Wehner

Ute Wöller (52), Hausfrau aus Heuchlingen

Ute Wöller

Ich hab‘ als Kind Blockflöte und Querflöte gelernt und spiele auch heute noch Querflöte. Im Musikverein und zuhause auch. Wir haben einen behinderten Sohn. Ihm gefällt das total, wenn ich Musik mache. Da spiele ich dann alles Mögliche. Querbeet. Kinderlieder, moderne Blasmusik, ein bisschen Klassik, Kirchliches wie „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ oder „The Lion King“. Das entspannt ihn und für mich ist es eine gute Gelegenheit zu üben. Irgendwas Jazziges zu spielen, das würde mich mal reizen. Oder in einem riesigen Orchester. Das wäre ein Traum, diesen Klang dort zu erleben.

Ute Wöller

Hans Krauss (37), Haustechniker aus Heidenheim

Hans Krauss

Als Kind habe ich Blockflöte gelernt. Später, als ich die Noten dann konnte, bin ich auf Trompete umgestiegen. Heute mache ich gar nichts mehr. Aufgehört habe ich so mit 16, als ich mit der Ausbildung begonnen hab. Da haben dann einfach das Interesse und die Zeit gefehlt. Das ist okay so, ich vermisse nichts. Damals war‘s aber schon gut. Meine Schwester hat Querflöte gespielt. Zusammen haben wir dann an Geburtstagen oder so Oma und Opa ein Ständchen gebracht. Die haben sich gefreut. Das war dann schon nett.

Hans Krauss

Andreas Okupniak (55), Diplomingenieur aus Hofherrnweiler

Andreas Okupniak

Ich hatte Flöte gelernt. Das hat mir erst nicht so gefallen. Später bin ich aber wieder drauf gekommen. Ich hatte so eine Kassette mit der Dolan-Melodie. Die fand ich so schön, dass ich das solange versucht hab nachzuspielen, bis es – für meine Ohren – gut war. Da war ich vielleicht zehn. Ein paar Jahre später habe ich mir Gitarre beigebracht. Das war okay, aber ich kam dann ohne Unterricht und Notenhefte nicht mehr weiter und ich hatte niemanden, mit dem ich hätte spielen können. Alleine macht‘s nicht so Spaß. Es wäre schon cool, mit der Gitarre im Sommer draußen abends Zeltlagermusik spielen zu können.

Andreas Okupniak

Maria Stöhr (65), Kauffrau aus Aalen

Maria Stöhr

Ich hatte als Kind leider nicht die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen. Wir waren sechs Geschwister. Für sowas war kein Geld da. Lust hätte ich schon gehabt. Mit was Kleinem hätte ich mich auch nicht abgegeben. Ich hätte gleich ein Klavier gewollt. Trompete zu spielen war mein Traum. Das gefällt mir heute noch. Wenn ich da in einer Kirche bei toller Akustik ein Orgel-Trompeten-Konzert höre, das ist schon wahnsinnig schön. Jetzt ein Instrument zu lernen, dafür ist es zu spät. Da machen die Finger nicht mit. Aber „Für Elise“ oder das „Ave Maria“ spielen zu können, das wäre wirklich schön.

Maria Stöhr

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