Geistliches Wort in der Corona-Krise

Terminabsage

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Wenn sich bei mir die Treffen und Termine häufen, fällt es mir schwer, ehrlich zu sein und einen Termin abzusagen. Aber noch weniger will ich meine Freunde hinhalten und sie mit floskelhaften Aussagen vertrösten wie beispielsweise:

Wenn sich bei mir die Treffen und Termine häufen, fällt es mir schwer, ehrlich zu sein und einen Termin abzusagen. Aber noch weniger will ich meine Freunde hinhalten und sie mit floskelhaften Aussagen vertrösten wie beispielsweise: "Okay, ich schau mal" oder "ja cool, mal sehen." Denn hingehalten zu werden, das kann ich selbst gar nicht ab. Ich find's dann besser, ehrlich zu sich und seinen Freunden zu sein und zu schauen, wo meine eigenen Prioritäten liegen. Danach dann zu- oder eben abzusagen. Klar und konkret. Ehrlich zu sagen, dass ich definitiv nicht dabei bin, ist im ersten Moment vielleicht blöd, weil ich andere enttäusche und auch hinter meinen eigenen Erwartungen an mich selbst bleibe überall mit am Start sein zu wollen. Aber das ist ehrlich. Das ist sogar schon in der Bibel Thema. In einer der Reden, sagt Jesus, dass die Leute zueinander ehrlich sein sollen: "Euer Ja, sei ein Ja." Und daran will ich mich halten.

Hans-Christian Richter Pastoralassistent Katholische Kirche Aalen

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