Theater engagiert sich für die Ukraine

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Der Schauspieler Arwid Kalws begeisterte in der Ellwanger Landeserstaufnahmeeinrichtung Kinder und Jugendliche. Er vertrat das Theater der Stadt Aalen.

Das Theater der Stadt Aalen wendet sich mit verschiedenen Projekten an Flüchtlinge und Interessierte. Der Schauspieler Arwid Klaws begeistert in der Ellwanger Landeserstaufnahmeeinrichtung.

Aalen/Ellwangen

Das rosafarbene Gummi quietscht fröhlich, als Arwid Klaws den Luftballon in die Form eines Hundes bringt. Er ist umringt von Kindern, die zurzeit in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Ellwangen leben.

Viele von ihnen sind vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflohen, andere kommen mit ihren Familien aus dem Nahen Osten. Der Schauspieler Klaws vertritt an diesem Tag das Theater der Stadt Aalen, das mit der LEA kooperiert. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen dadurch Ablenkung von ihrer Situation erfahren.

Workshop im Juni

In Aalen selbst führt das Theater einen Workshop im Rahmen der Jugendkunstschule durch, zu dem einheimische und geflüchtete Kinder von sechs bis zehn Jahren gleichermaßen eingeladen sind: Unter der Leitung der Theaterpädagogin Alexandra Stölzl erarbeiten sie vom 13. bis 17. Juni auf der Großen Probebühne im Kulturbahnhof gemeinsam ein Stück. „Wir bieten auch einen Workshop in der Woche davor an, der aber bereits seit längerem ausgebucht ist. Da lag es nahe, ein zweites Programm in den Pfingstferien anzubieten, an dem auch Kinder aus der LEA mitmachen können“, erklärt der Pressesprecher des Theaters, Gerhard Herfeldt.

Zur selben Zeit findet auch noch ein zweiter Workshop unter der Leitung von Lisa-Marie Krauß im Theater statt, der sich jedoch eher an Jugendliche im Alter von elf bis 17 Jahren richtet. Bereits am 21. Mai berichten Schülerinnen aus der Ukraine selbst drüber, wie sie den Krieg erleben. Gemeinsam mit dem Kino am Kocher hat das Theater den Theater- und Filmregisseur Georg Genoux eingeladen, der seit Jahren in der Ukraine arbeitet und der von drei Schülerinnen aus dem Donbass begleitet wird. Um 20.15 Uhr zeigt das Kino am Kocher zunächst Material des Regisseurs im Kinosaal, bevor Genoux und die Schülerinnen im Anschluss in der Gesprächsreihe „Theater trifft …“ über ihr Erleben sprechen. Karten gibt es beim Kino am Kocher.

Viele strahlende Gesichter

In der LEA zeigt Arwid Klaws unterdessen weitere Zauberkunststückchen. Immer mehr Erwachsene sammeln sich rund um seine Vorführung, bei der die Kinder nicht nur Zuschauer sind, sondern immer wieder selbst mitmachen können. Als er schließlich geht, lässt er viele strahlende Gesichter zurück. Es ist klar, dass das nicht sein einziger Besuch bleiben wird.


Info: Die freien Plätze für die Workshops können bei Gina Maksan unter 07361/522610 oder maksan@theateraalen.de gebucht werden.

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