TSG Hofherrnweiler: Ein klares Ja zum Stadionneubau am Sauerbach

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Noch ist es ein unebener Nebenplatz: Zwischen den Tennisplätzen und der Schulze-Delitzsch-Straße will die TSG Hofherrnweiler/Unterrombach ein Stadion bauen. Die Mitglieder haben am Montagabend grünes Licht gegeben.
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187 der 202 anwesenden Mitglieder der TSG Hofherrnweiler/Unterrombach stimmen für das geplante 3-Millionen-Projekt. Baubeginn soll bereits im Herbst 2022 sein.

Aalen-Hofherrnweiler

Achim Pfeifer ist glücklich. Und erleichtert. Die Mitglieder der TSG Hofherrnweiler/Unterrombach haben am Montagabend mit großer Mehrheit für den geplanten Stadionneubau am Sauerbach gestimmt. „Der 4. April ist ein historischer Tag für unsere TSG“, sagte der Vorsitzende bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Bevor Achim Pfeifer auf das geplante Projekt einging, fand er deutliche Worte zu den jüngsten Anfeindungen, weil die Stadt einen Großteil der Sanierungskosten des vorderen Hauptspielfeldes übernimmt. „Da wurden an allen Ecken Angriffe gestartet, dafür fehlt mir jegliches Verständnis.“ Erst danach blies der Vorsitzende zum eigenen Angriff auf den geplanten Stadionneubau zwischen den Tennisplätzen und der Schulze-Delitzsch-Straße.

Kai Bodamer präsentierte den Mitgliedern die Details des geplanten Stadions. Der Geschäftsführer des Architekturbüros AI+P/I-Live, der das Projekt kostenlos ausarbeitet, stellte zunächst den zeitlichen Rahmen vor. „Wir wollen in drei Wochen das Baugesuch einreichen und im Herbst mit dem Bau beginnen.“ Bodamer rechnet mit einer Bauzeit von 12 bis 15 Monaten. „Wenn alles klappt, können wir im Herbst 2023 ein Einweihungsfest feiern.“ Konkret sieht der Neubau einen 100 Meter mal 62 Meter großen Naturrasenplatz vor - dort, wo aktuell der für den Spielbetrieb untaugliche Nebenplatz liegt. Auf der Ostseite des Platzes soll ein Funktionsgebäude entstehen - mit Spieler- und Schiedsrichterkabinen, Toiletten, Catering und Physiotherapie im Erdgeschoss. Im Obergeschoss ist eine VIP-Lounge mit Platz für 70 bis 90 Gäste vorgesehen, samt Panoramaterrasse. „Dieser Raum ist auch für andere Events nutzbar“, sagt der Architekt.

Belastung im Monat: 10 750 Euro

Anders als ursprünglich geplant wird die Tribüne nicht im Funktionsgebäude integriert. Die Zuschauer finden ihre Plätze auf der Südseite des Feldes. Insgesamt 274 überdachte Sitzplätze sollen dort entstehen. Die Zuschauerränge werden ins Erdreich eingearbeitet - um Kosten zu sparen. Das ist möglich, weil der Rasenplatz 1,5 Meter abgesenkt werden muss.

Die entscheidende Frage für die Mitglieder: Wie finanziert die TSG das Großprojekt? Ralf Baumbusch präsentierte die Zahlen. 3 Millionen Euro Gesamtkosten seien angesetzt, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsbeirats. Nach Abzug der Zuschüsse und Steuereinsparungen müsse der Verein langfristig 1,635 Millionen Euro finanzieren. Die sollen nach 15 Jahren getilgt sein. Heißt: 10 750 Euro monatliche Belastung für die TSG. Eines stellt Baumbusch dabei klar: dass die Finanzierung ausschließlich aus zusätzlichen Mitteln vorgenommen wird. „Wir sind aber überzeugt, dass uns das gelingt. Wir haben eine sehr große Interessenbekundung aus der Wirtschaft.“ Und: Schon jetzt würden jährliche Absichtserklärungen in Höhe von 40 000 Euro vorliegen. Weitere Vermarktungsmöglichkeiten seien der Verkauf der Namensrechte (ist bereits erfolgt), Sponsorenpakete, Bandenwerbung oder die Vermietung der Schulungsräume im OG.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, schritt Achim Pfeifer zur Abstimmung. Den 187 Ja-Stimmen standen 8 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen gegenüber. Und was passiert, wenn die Baukosten die anvisierten 3 Millionen Euro überschreiten? „Dann werden wir das Projekt nicht realisieren“, stellt Ralf Baumbusch klar.

Daran zweifelt bei der TSG Hofherrnweiler nach dem klaren Votum aber niemand.

550 aktive Fußballer in der Aalener Weststadt

  • Die TSG Hofherrnweiler/ Unterrombach ist mit fast 2000 Mitgliedern einer der größten Sportvereine der Stadt Aalen. Allein 550 Fußballer hat der Verein in der Weststadt aktuell. 370 davon sind Kinder und Jugendliche. Diese spielen in 14 verschiedenen Nachwuchsteams in allen Altersklassen. Hinzu kommen eine Spielgemeinschaft bei den Frauen sowie vier aktive Männermannschaften. Die Erste spielt in der Verbandsliga - der sechsthöchsten Spielklasse in Deutschland.
  • Die aktiven Teams teilen sich den Kunstrasen und weichen nach Lauterburg aus, weil beide Rasenspielfelder für den Spielbetrieb nicht tauglich sind. alex
Noch ist es ein unebener Nebenplatz: Zwischen den Tennisplätzen und der Schulze-Delitzsch-Straße will die TSG Hofherrnweiler/Unterrombach ein Stadion bauen. Die Mitglieder haben am Montagabend grünes Licht gegeben.
Die Mitglieder der TSG Hofherrnweiler/Unterrombach haben mit großer Mehrheit für den geplanten Stadionneubau gestimmt.
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