Guten Morgen

Über einen Wertewandel

  • Weitere
    schließen
+
-

Jürgen Steck über ein Produkt, das man erst richtig vermisst, wenn es fehlt.

War das echt erst vor wenigen Monaten? Es kommt mir vor, als seien Jahre vergangen. Die Zeit, als alle von der Rolle waren. Aus Sorge, dass bald das letzte Blatt von eben jener, der Rolle, abgerollt ist und die entsprechenden Geschäfte noch nicht abgeschlossen sind. Eine Sorge, die dazu geführt hat, dass ganz normale Menschen Klopapier horteten, hamsterten, sich kloppten um die letzte tolle Rolle bei Aldi, Lidl oder Rossmann. Lange Schlangen vor Supermärkten. Tipps, wo's noch geheime Lager geben soll, die wurden ähnlich hoch gehandelt wie – ja, wie Wirecard-Aktien! Die damals noch 114 Euro wert waren. Jetzt liegen sie bei etwa 117 Cent. Wofür man, je nach Flauschigkeit, zwischen zwei und sechs Rollen Klopapier bekommt. Beides für den Hintern. Ein Wertewandel, gewissermaßen. Wirecard ist weg mitsamt des Managements. Das Klopapier – hoffentlich – noch da. Warum diese Zeilen? Immer am 26. August ist "Tag des Toilettenpapiers". Ein Produkt, das man, anders als Wirecard, vermisst, wenn es fehlt. Zum "Tag des Toilettenpapiers" hat meine Kollegin Jana Thiele darüber geschrieben, wie die aktuelle Produktionslage ist und was aus den Papprollen gebastelt werden kann. 

Zurück zur Übersicht: Aalen

WEITERE ARTIKEL